Zähne richten lassen – Wie geht das und worauf ist zu achten?

Normalerweise ist jeder Mensch bestrebt, ein schönes und gesundes Gebiss zu haben. Nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch als Vorbeugung gegen die andernfalls zu erwartenden Schmerzen und Kosten. Welche Methoden zu welchen Kosten möglich sind, erfährst du in diesem Beitrag.

Der gesundheitliche Aspekt

Zahnfehlstellungen stellen ein fatales Schadensrisiko für die körperliche Verfassung dar. Zunächst muss dazu veranschaulicht werden, wie ein Gebiss im Normalfall arbeiten sollte.

Unsere Zähne sind von der Evolution so geformt worden, dass sich die Zähne der oberen und unteren Zahnreihe im Prinzip wie Puzzleteile zueinander verhalten. Hat ein Zahn eine herausragende Spitze, so hat der gegenüberliegende Zahn eine Kerbe, in die diese Spitze hineinpasst.

Ist dies nicht der Fall, zum Beispiel bei Zahnfehlstellungen, so kann sich dies nach dem Prinzip einer Kausalkette sogar bis hin zu unseren Füßen auf den Körper auswirken: Zunächst können Schäden an Zähnen und Zahnfleisch auftreten, da das Puzzle-Prinzip nicht mehr greift. Des Weiteren werden die Ober- und Unterkiefermuskeln sowie -knochen stärker beansprucht, was Muskelkater und Kiefergelenkschmerzen hervorruft.

Mit der Zeit können sie sich sogar verschieben und das hat direkte Auswirkungen auf den Sitz unseres Schädelknochens. Sitzt dieser nicht mehr korrekt, steigt das Risiko für Kopfschmerzen und Genickschmerzen. Sind diese einmal da, wird die Wirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen, wir verändern unsere Körperhaltung und bekommen mitunter Schwierigkeiten mit Rücken und Hüfte. Davon ausgehend verändert sich auch unser Gang und es können sich Schmerzen in den Füßen und Fußgelenken einstellen.

Der psychische Aspekt

Und nicht nur unser körperliches Wohlbefinden hängt vom Zustand unserer Zähne ab. Auch eine psychische Belastung kann mit schiefen oder kaputten Zähnen einhergehen. Ein gerades und strahlend weißes Gebiss wird mittlerweile als Schönheitsideal angesehen. Dazu trägt unter anderem die moderne Werbung bei; in jedem Spot haben alle Menschen perfekte Zähne, nur ist dies meist digital nachbearbeitet.

Ist man nicht im Besitz eines solchen Features, kann sich ein Schamgefühl breitmachen, was zur Folge hat, dass wir zum Beispiel beim Sprechen unbewusst ständig die Hand vor den Mund halten oder nur noch mit geschlossenem Mund lächeln. Auch ein stagnierendes Selbstwertgefühl und Depressionen sind in solchen Fällen leider nicht selten.

Wie kann dagegen vorgegangen werden?

Es gibt verschiedene Methoden und Herangehensweisen, Zahnfehlstellungen entgegenzuwirken. Die drei gängigsten sind:

  • Drahtklammern, sogenannte Brackets, auch als feste Zahnspangen bekannt,
  • lose, herausnehmbare Zahnspangen
  • und (meist durchsichtige) Zahnschienen.

Jede dieser Möglichkeiten hat Vor- und Nachteile. Nur so viel vorweg: Die Zahnschienen kommen am besten davon.

Die Brackets sind der wahrscheinlich lösungsorientierteste Ansatz. Da sie fest auf den Zähnen angebracht werden und nicht herausnehmbar sind, verursachen sie zumindest in der ersten Zeit Schmerzen; die Zähne müssen sich erst an die Befestigung gewöhnen und ihren Korrekturprozess akzeptieren. Auch Probleme mit der Zahnpflege sind ein ständiger Begleiter von Brackets. Allerdings bieten sie die Möglichkeit, in kurzer Zeit gute Ergebnisse zu erzielen.

Die losen Zahnspangen haben den entscheidenden Nachteil, dass sie erstens – wie auch die Brackets – deutlich sichtbar sind und zweitens mitunter immense Schwierigkeiten beim Sprechen verursachen können. Ein Vorteil im Gegensatz zu den Brackets ist die Möglichkeit, sie zum Essen und Zähneputzen herauszunehmen.

Einen besseren Überblick über die Vor und Nachteile von losen und festen Zahnspangen findest du in dem Beitrag Lose und feste Zahnspangen – Vor- und Nachteile.

Zähne richten durch Zahnschiene

Die Möglichkeit der Herausnehmbarkeit bieten auch Zahnschienen. Dazu kommt außerdem, dass sie im Gegensatz zu losen Zahnspangen in vielen Fällen durchsichtig oder weiß sind, also verhältnismäßig unauffällig. Dieser Punkt ist vor allem im Erwachsenenalter von entscheidender Bedeutung, da viele Erwachsene aus Scham nicht den Schritt zu Zahnspangen wagen wollen, selbst wenn sie diese dringend nötig hätten.

„Zahnspangen sind für Kinder“ ist eine häufig getätigte Aussage hierbei. Der vielleicht einzige Nachteil von Zahnschienen ist, dass gesetzliche Krankenkassen die dafür anfallenden Kosten nicht übernehmen. Doch auch das muss kein Hindernis darstellen, da es mittlerweile sehr günstige Angebote gibt, unter anderem von SmileMeUp. Wenn du mehr über dieses Thema erfahren möchtest, schau dich doch einmal in unserem Blog oder der Kategorie Wissen um.