Zähne aufhellen – herkömmliche und alternative Möglichkeiten

Viele Menschen statten dem Zahnarzt Besuche ab, um sich die Zähne nach der Untersuchung reinigen zu lassen. Nichts desto trotz ist bei einer professionellen Zahnreinigung nicht gewährleistet, dass die Zähne danach weißer sind, als sie in sauberem Zustand Monate vor der Zahnreinigung waren. Vielmehr wird dabei nur der Dreck und der Zahnbelag entfernt.

Bei einem professionellen Bleaching der Zähne, also einer Aufhellung, wird allerdings noch mehr gemacht als das: Mithilfe verschiedener Substanzen (die von Zahnarzt zu Zahnarzt variieren) werden die Zähne so behandelt, dass sie ihre Farbe an sich verändern. Somit ergibt sich der Effekt von aufgehellten Zähnen.

In der Regel enthalten diese Substanzen und Präparate erstens Wasserstoffperoxid (H2O2), welches im Innenbereich des Zahns spezielle Sauerstoff-Moleküle aufspaltet. Diese sind hauptsächlich für die Verfärbungen der Zähne verantwortlich. Zweitens sind die Präparate pH-neutral, um die Substanz und Unversehrtheit der Zähne zu gewährleisten.

Voraussetzung für das Bleichen der Zähne ist dabei so gut wie immer eine zuvor durchgeführte professionelle Zahnreinigung, da Dreck oder Belag auf den Zähnen auch den Heilungsvorgang im Zahninnern erschweren und verlangsamen kann.

Der Unterschied zwischen Verfärbungen und Zahnbelag besteht übrigens darin, dass der Belag nur außerhalb der Zähne auftritt, Verfärbungen dagegen auch im Zahninnern stattfinden.

Ursachen für Zahnverfärbungen

Es gibt verschiedene Gründe für Verfärbungen von Zähnen, so auch der vermehrte Genuss von beispielsweise Kaffee, Tee oder Tabak. Im Internet und beim Zahnarzt lassen sich viele Informationen zu färbenden Lebens- und Genussmitteln finden. Diese solltest du auf jeden Fall sorgfältig lesen, falls du unter Zahnverfärbungen leidest.

Bei Erkrankungen oder falscher Handhabung des Zähneputzens kann auch dies zu Zahnverfärbungen führen. So ist mittlerweile hinreichend belegt, dass Zähne, die unmittelbar nach dem Genuss von säurehaltigen Nahrungsmitteln (z.B. Orangen, Äpfeln etc.) geputzt werden, sehr viel anfälliger für Schäden an Zahnfleisch und Zahnschmelz sind, da sie nicht genug Zeit haben, sich zu remineralisieren. Generell sollte man daher einige Stunden mit dem Zähneputzen warten. Bei einem Unreinheitsgefühl kann stattdessen mit Wasser umgespült werden.

Gründe für Zahnaufhellungen

Für die Entscheidung zu einem Bleaching wird in der Regel zwischen zwei Gründen unterschieden: Einerseits der medizinischen (auch psychologischen) Notwendigkeit, wenn durch die Verfärbungen eine akute gesundheitliche oder seelische Gefährdung besteht. Andererseits gibt es auch freiwillige, also mit kosmetischem Hintergrund, angesetzte Zahnaufhellungen.

Methoden zum Aufhellen der Zähne

Verschiedene Zahnärzte setzen auf verschiedene Methoden zum Bleaching. So gibt es beispielsweise die Herangehensweise mit UV-Licht, mit dem die Zähne für eine kurze Zeit belichtet werden, nachdem eine chemische Substanz auf den Zähnen aufgetragen wurde. Durch das Licht zieht diese in die Zähne ein und sorgt dort für die Auflösung der färbenden Moleküle.

Eine andere, weiter verbreitete Methode als die Lichtbestrahlung ist das Öffnen der betroffenen Zähne, das Hinzufügen von speziellen Präparaten in den Wurzelkanal und das anschließende Wiederverschließen. Man spricht in diesem Kontext auch von einer Einlage. Dies dauert jedoch einige Tage und muss eventuell des Öfteren wiederholt werden.

Beide Methoden sind dabei sehr kostspielig und werden in keinem Fall von einer Krankenkasse getragen. Wie man alternativ seine Zähne ohne viel Aufwand und hohe Kosten aufhellen kann, beschreiben wir im folgenden Absatz.

Zahnaufhellung durch Aktivkohle

Eine weitere Möglichkeit, die Farbe der Zähne sukzessiv aufzuhellen, ist die Eigenbehandlung mit Aktivkohlepulver oder aktivkohlehaltiger Zahnpasta. Dabei putzt Du dir einfach ein paar Tage hintereinander mit dieser Pasta die Zähne, oder trägst das Aktivkohlepulver mit einer speziellen Zahnbürste auf die Zähne auf.

Aktivkohle hat eine (vor allem unterm Mikroskop gut erkennbare) raue Oberflächenstruktur, die nicht nur besser Dreck und Zahnbelag aus deinem Mundraum entfernen kann, sondern sich bei mehrfacher Anwendung auch auf die tatsächliche Farbe der Zähne auswirkt und sie heller werden lässt.

Der Vorteil dieser Methode ist zum einen der finanzielle Aspekt, denn das Aktivkohlepulver kostet sehr viel weniger als eine von Krankenkassen nicht übernommene Aufhellung beim Zahnarzt. Zum anderen besteht weniger Gefahr, dass die Zähne überempfindlich auf Einlagen oder Bleaching-Gel reagieren; der Schmerzfaktor bei der richtigen Anwendung mit Aktivkohlepulver ist also um einiges geringer.

Mach dich doch mal in unserem Beitrag zur Anwendung von Aktivkohlepulver schlau. Die dortigen Informationen können dir sicherlich bei der Entscheidung helfen, auf welchem Weg du deine Zähne im schönsten Weiß erstrahlen lassen kannst.