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Zahnarzt vs. Kieferorthopäde – Wo ist eigentlich der Unterschied?

Dir ist sicherlich schon einmal aufgefallen, dass wir am Ende unserer Beiträge sehr häufig die Empfehlung aussprechen, dass du regelmäßig deinen Zahnarzt und/oder Kieferorthopäden aufsuchen solltest. Sowohl zur Gesundheit als auch zur Ästhetik deiner Zähne ist dies von einiger Bedeutung und hat jeweils große Vorteile.

Doch wo genau liegen eigentlich die Unterschiede zwischen den Tätigkeitsfeldern eines Zahnarztes und eines Kieferorthopäden? Wenn wir sie doch jedes Mal in einem Atemzug nennen und dazwischen immer das Wort oder steht, dann kann ihr Beruf ja gar nicht so grundverschieden sein, oder?

Die Ausbildung

Ein Geheimnis wollen wir gleich zu Beginn lüften: Jeder Kieferorthopäde ist auf jeden Fall auch ein Zahnarzt. Doch nicht jeder Zahnarzt ist auch Kieferorthopäde. Das Studium zur Kieferorthopädie baut nämlich auf das Wissen aus dem Zahnmedizinstudium auf. Im Umkehrschluss heißt das: Nur wer ein fertiges Zahnmedizinstudium abgeschlossen hat, kann sich auch zum Kieferorthopäden weiterbilden lassen.

Der Unterschied im Studium liegt in den Schwerpunkten, die die jeweiligen Studienfächer beinhalten. Grundausbildung für alle Zahnmediziner ist logischerweise das Studium der Zahnmedizin über mindestens 11 Semester. Dieses lehrt alle Schwerpunkte zum Thema der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Und obwohl auch Mund-, Kiefer- und Gesichts-, sowie zahnärztliche und allgemeine Chirurgie, Kieferorthopädie und sogar die HNO-Kunde im Studium inbegriffen sind, wird für eine Weiterbildung zum Kieferorthopäden ein Aufbaustudium benötigt. Dieses dauert in der Regel mindestens drei, wenn nicht sogar vier Jahre.

Tatsächlich kann aber jeder fertig studierte Zahnarzt selbst entscheiden, ob und inwiefern er sich weiterbilden möchte. So kann jemand mit einem abgeschlossenen Zahnmedizinstudium auch beispielsweise Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Facharzt für Oralchirurgie werden, aber auch in die Innere Medizin gehen.

Die Tätigkeitsfelder

Der Unterschied in der Berufsausübung jedoch liegt sehr viel stärker in der Ausrichtung der jeweiligen Tätigkeit. Wer ein abgeschlossenes Zahnmedizinstudium hinter sich hat, hat die Möglichkeit, sich als Zahnarzt mit eigener Praxis selbstständig zu machen. Dort werden dann alle Schwerpunkte des Berufsfeldes Zahnarzt ausgeübt, also hauptsächlich die Reparatur und Reinigung der Zähne und des Mundraumes; auch bei Kieferbeschwerden kann ein Zahnarzt jederzeit konsultiert werden.

Wer sich jedoch zum Kieferorthopäden weiterbilden lässt, der hat – meist ebenfalls in einer selbstständigen Tätigkeit im Rahmen einer Praxis – die Möglichkeit, sich auch mit Ästhetikfragen seiner Patienten zu beschäftigen, beispielsweise der sukzessiven Begradigung von Zahnfehlstellungen oder dem Einsetzen einer Vollprothese.

An wen soll ich mich denn jetzt wenden?

Obwohl es natürlich auch preisliche Unterschiede zwischen einer Behandlung bei einem Zahnarzt und der bei einem Kieferorthopäden gibt (was natürlich aber immer auch von der jeweiligen Krankenkasse oder Versicherung des Patienten abhängt), ist der Unterschied in Hinsicht auf die Sorgen und Nöte der Patienten nicht allzu groß. So können sowohl Zahnärzte als auch Kieferorthopäden Reparaturen an beschädigten Zähnen durchführen, wobei es sich aus zeitlichen Gründen allerdings immer empfiehlt, zuerst den Zahnarzt aufzusuchen, denn beim Kieferorthopäden kann es mitunter zu längeren Wartezeiten kommen.