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Was tun, wenn ein Zahn abbricht?

Bestimmt kennst du das: Da kaufst du dir auf dem Markt ein paar Kirschen und fängst freudig an, diese zu verputzen. Nur hat da jemand beim Entkernen der Kirschen keine saubere Arbeit geleistet und plötzlich beißt du mit vollem Kiefereinsatz und voller Kraft auf einen Kirschkern. Das gleiche passiert Menschen übrigens auch tagtäglich mit Oliven, Mirabellen, Pflaumen oder Aprikosen. An sich dürfte ein solcher Vorfall nicht unbedingt ein Problem darstellen, da gut gepflegte Zähne dem normalerweise standhalten sollten. Denn obwohl der Druck und die Kraft aus dem Kiefergelenk durch das Zubeißen relativ hoch sind, ist die Zahnsubstanz in der Regel auch hart genug, um dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, wenn dein Zahn beispielsweise in falschen Winkel auf den Kirschkern trifft. Außerdem sieht die Stabilität der Zähne auch bei Menschen mit einer mangelhaften Zahnhygiene teils ganz anders aus.

Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die begünstigende Faktoren für das Abbrechen eines Zahns darstellen, am populärsten wahrscheinlich das Hinfallen auf einen harten Boden, bei dem Zähne oder Teile davon ausgeschlagen werden.

Was also ist zu tun, wenn dir ein Stück eines Zahns abbricht?

Risiken, die du beachten solltest

Fangen wir erst einmal damit an, was du auf gar keinen Fall tun solltest: Dazu gehört beispielsweise das eigenständige Ziehen der Zahnüberreste. Dabei besteht nicht nur die Gefahr, dass du dir aus Versehen das Zahnfleisch aufreißt, sondern es kann auch passieren, dass du kleinste Zahnteile herunterschluckst, womit du alle Bestandteile des Kreislaufs gefährdest. Sowohl Speiseröhre, Magenwände und Darmtrakt können durch die scharfen Ecken und Kanten des Zahns aufgerissen werden, was dir zunächst nicht nur starke Schmerzen bereiten, sondern wahrscheinlich auch für deine inneren Organe sehr gefährlich werden könnte. Bedenke außerdem immer, dass jeder Zahn eine normalerweise intakte Zahnwurzel beinhaltet. Solange nur die sogenannte Zahnkrone, also der obere, von außen sichtbare Teil des Zahns, abbricht, bereitet dies noch keine Schmerzen. Wird ohne Betäubung und Behandlung jedoch die Zahnwurzel rausgerissen, kann dies die unerträglichsten Zahnschmerzen nach sich ziehen, die du je gehabt hast.

Eine weitere Herangehensweise, von der wir dir nur stärkstens abraten können, ist einfach gar nichts zu tun. Infolge des Abbrechens von Bestandteilen eines Zahns wird dabei auch automatisch das Zahnfleisch in Mitleidenschaft gezogen, das den Zahn umgibt. Werden diese kleinen Wunden nicht medizinisch versorgt, können sie sich entzünden. Die Betonung liegt hier auf können, denn selbstverständlich muss das nicht unbedingt der Fall sein. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch.

Eine andere Gefahr, die von so einem Ereignis ausgeht, ist das Risiko, dass der abgebrochene Zahn Schäden an seinem gegenüberliegenden Pendant anrichtet. Denn durch die Tatsache, dass sich aufeinandertreffende Zähne beim Zubeißen eigentlich gegenseitig unterstützen, um die Nahrungszerkleinerung so effektiv wie möglich zu gestalten, wird evolutionär auch verhindert, dass die Zähne sich gegenseitig beschädigen. Dafür müssen sie natürlich auch in einer optimalen Zahnstellung sitzen. Fehlt jedoch ein Teil des Zahns, ist diese Sicherheit nicht mehr gegeben.

Vorbeugung und Behandlung

Sollte dir ein Stück eines Zahns herausbrechen oder du dir sogar einen ganzen Zahn ausschlagen, so ist das erste, was du tun solltest, einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden aufzusuchen, um dich entsprechend behandeln zu lassen.

Es kommt dabei immer darauf an, wie genau die Beschädigung des Zahns aussieht, unter anderem auch prozentual betrachtet. Fehlt beispielsweise nur eine kleine obere Ecke des Zahns, wird der Zahnarzt höchstwahrscheinlich eine Füllung ansetzen, die das Loch wieder verschließt. Ist jedoch ein Großteil des Zahns verloren, werden die Reste dessen höchstwahrscheinlich gezogen und ein Zahnersatz eingesetzt. Welcher das ist, ist natürlich auch immer eine finanzielle Frage, da Implantate aus hochwertigerem Material natürlich auch mehr kosten und von diesen Kosten vor allem von gesetzlichen Krankenkassen meist nur ein prozentualer Anteil übernommen wird.

Übrigens: Für den Fall, dass du unter Zahnfehlstellungen leidest, ist das Risiko höher, dass du eines schönen Tages aus Versehen falsch auf etwas Hartes beißt und sich dadurch ein Stück des Zahns löst und abbricht. Um dieses Risiko von vornherein zu vermeiden, ist es auf jeden Fall eine Empfehlung wert, dich bei deinem Zahnarzt und auf SmileMeUp.com über transparente Zahnschienen zu informieren, welche Zahnfehlstellungen sukzessive begradigen können.