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Was kostet eine kieferorthopädische Behandlung?

Viele Menschen leben mit einer Zahnfehlstellung, die Probleme und auch Krankheiten verursachen kann. Gerade für Kinder und Jugendliche ist eine rechtzeitige kieferorthopädische Behandlung sinnvoll, um Spätfolgen zu vermeiden. Aber auch Erwachsene brauchen keine Angst vor dem Gang zur Kieferorthopädie zu haben. Die Kosten können je nach Fehlstellung jedoch sehr hoch werden. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt diese unter bestimmten Voraussetzungen.

Wann erstattet die Krankenkasse die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kieferorthopädie Kosten nur für Kinder und Jugendliche. Wer älter als 18 Jahre ist, muss die kieferorthopädische Behandlung hingegen komplett aus der eigenen Tasche bezahlen. Jugendliche, die während des oft jahrelangen Behandlungszeitraumes ihren 18. Geburtstag feiern, profitieren ebenfalls von der Kostenübernahme. Hier gilt die im Sozialgesetzbuch V, Paragraf 29 festgeschriebene Regelung, dass für die Erstattung der Kieferorthopädie Kosten der Behandlungsbeginn entscheidend ist.

Wird eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen bezahlt?

Eine Erstattung bei erwachsenen Patienten ist hingegen nur dann möglich, wenn schwerwiegende Anomalien vorliegen. Diese können angeboren sein oder auch erworben, beispielsweise durch einen Unfall oder eine Krankheit. In einem solchen Fall entscheidet die Krankenkasse individuell nach einem schriftlichen Antrag seitens des Patienten und einer ausführlichen Begründung des behandelnden Kieferorthopäden.

Kieferorthopädie: Mit welchen Kosten muss man bei Kindern und Jugendlichen rechnen?

Doch auch bei Kindern und Jugendlichen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht alle Kieferorthopädie-Kosten. So gehen beispielsweise junge Patienten mit einer leichten bis sehr leichten Zahnfehlstellung (Kieferorthopädische Indikationsgruppe KIG 1 oder 2) leer aus, da seit 2002 erst ab einer zahnärztlichen Einstufung in die KIG 3 gezahlt wird. Sollen die Zähne trotzdem gerichtet werden, handelt es sich um eine reine Privatleistung. Die Höhe dieser Beträge richtet sich nach der Dauer der Behandlung und der gewählten Zahnspange. Sie liegt zwischen mehreren hundert bis tausend Euro.

Mit welchen zusätzlichen Kieferorthopädie Kosten muss man planen?

Darüber hinaus haben die Eltern des jungen Patienten einen Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent (bei mehreren Kindern 10 Prozent) der gesetzlich erstattbaren Kosten zu leisten. Dieser wird jedoch auf Antrag nach Beendigung der Behandlung durch die Krankenkasse erstattet. Eventuelle Zusatzleistungen sind ebenfalls aus eigener Tasche zu zahlen. Solche werden fast immer von Kieferorthopäden angeboten. Sie sollen für einen höheren Komfort beim Tragen der Zahnspange sorgen oder andere, meist kosmetische, Pluspunkte haben. Beispiele dafür sind zahnfarbenes Material oder sogenannte auch „unsichtbare Zahnspangen“. Auch hier können mehrere hundert bis tausend Euro zusätzliche Kosten auf die Eltern zukommen. Allerdings ist der Nutzen derartiger Zusatzleistungen umstritten, da die Krankenkassen alle für die kieferorthopädische Behandlung von Kindern und Jugendlichen wichtigen Kosten übernehmen.

Ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?

Eine Zahnzusatzversicherung kann die teils hohen Kieferorthopädie-Kosten reduzieren. Verschiedene Anbieter versichern sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene mit jeweils eigenen Policen. Bei Kindern und Jugendlichen ist ein Abschluss dann sinnvoll, wenn die Eltern bestimmte, teure Zusatzleistungen in Anspruch nehmen möchten und diese nicht von der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt sind. Erwachsene, die ihre Zahnfehlstellungen korrigieren möchten, profitieren ebenfalls: Ihnen nimmt die Zahnzusatzversicherung einen großen Teil der Kieferorthopädie-Kosten ab.

Darüber hinaus greifen solche Versicherungen bei vielen weiteren Kostenfallen rund um das Gebiss. Dazu gehören beispielsweise Zahn- und Gebissreparaturen, zu denen Mittel wie Füllungen, Kronen, Brücken oder auch Implantate oder gar künstliche Gebisse zählen. Viele dieser zahnmedizinisch notwendigen Dinge erfahren keine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen und müssen durch den Patienten selbst bezahlt werden. Nicht nur die kieferorthopädische Behandlung kann teuer werden.

Worauf sollte man vor dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung achten?

Damit die Zahnzusatzversicherung tatsächlich die Kieferorthopädie Kosten bezahlt, müssen vor Abschluss einer solchen jedoch bestimmte Punkte beachtet werden. So muss die Police explizit eine kieferorthopädische Behandlung im Leistungskatalog aufführen. Nur dann erfolgt eine (teilweise) Kostenübernahme. Fehlt der Passus, bleibt der Patient auf seinen Kieferorthopädie-Kosten sitzen. Zudem zahlen viele Versicherer nur dann, wenn zwischen dem Vertragsabschluss und dem Behandlungsbeginn eine gewisse Zeitspanne verstrichen ist. Meist handelt es sich um mehrere Monate. Manche Versicherungsgesellschaften erstatten die Kosten der Behandlung zudem nur, wenn die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung bei Abschluss des Vertrages noch nicht bekannt war.