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Totalprothesen – Der Komplettersatz bei Gebissverlust

Vor einiger Zeit, nämlich Anfang Mai 2019, haben wir eine Reihe an Beiträgen zum Thema Zahnersatz hochgeladen, dabei handelte es sich um Informationen bezüglich Brücken, Implantaten und Kronen. Allerdings gibt es noch eine weitere Form des Zahnersatzes, nämlich die Totalprothese, umgangssprachlich auch Vollprothese genannt.

Totalprothesen kommen dann zum Einsatz, wenn an deinem Gebiss nichts mehr ist, was man noch retten könnte, oder wenn die Mehrheit der Bestandteile deines Gebisses in einem irreparablen Zustand ist. In diesem Fall werden auch die restlichen, gesunden Zähne entfernt, damit die Totalprothese eingesetzt werden kann.

Wir wollen dir hier einmal ein paar Vor- und Nachteile aufzählen, die eine Totalprothese mit sich bringt. Zunächst aber schauen wir uns an, welche unterschiedlichen Modelle dafür zur Verfügung stehen.

Welche Arten von Prothesen gibt es?

Zahnersatz kann entweder in einer festsitzenden oder einer herausnehmbaren Form sein. Unter letztere Kategorie fallen im Prinzip lediglich die Totalprothesen. Diese bestehen dabei ausnahmslos immer aus einem zahnfleisch- und gaumenfarbigen (man könnte es als Rosa bezeichnen) Kunststoff, sowie Keramik- oder Kunststoffzähnen.

Wenn es sich beim Zahnersatz nicht um eine Totalprothese handelt, ist dieser so gut wie immer festsitzend. Unter diese Kategorie fallen die oben genannten Brücken, Implantate und Kronen. Da sie nur in das lückenhafte Gebiss eingesetzt werden, benötigen sie meistens ein Metallgestell aus Drähten oder Stangen, das der Prothese einen festen Halt verleiht und verhindert, dass sie herausfällt. Das Metallgestell wird seitlich an den noch erhaltenen Zähnen montiert. Ein Nachteil an diesen befestigten Prothesen ist das erschwerte Zähneputzen, denn an den Ecken und Kanten des Drahtgestells können sich vermehrt Bakterien absetzen, die von der Zahnbürste nicht erreicht und beseitigt werden können. In diesem Fall solltest du öfters eine professionelle Zahnreinigung in deiner Zahnarztpraxis ansetzen.

Für den Fall, dass dein Zahnarzt dir eine Vollprothese empfiehlt, musst du dort auch nochmal zwischen einer Ober- und Unterkieferprothese unterscheiden. Denn es kann natürlich auch sein, dass deine obere Zahnreihe noch halbwegs intakt ist und somit repariert werden kann, während die untere nicht mehr zu retten ist. Oder umgekehrt. In diesem Fall brauchst du keine vollständige Totalprothese für beide Kiefer.

Die Vor- und Nachteile von Vollprothesen

Auf der Pro-Seite bei Totalprothesen steht die Tatsache, dass die Kosten für diese standardtechnisch von den Krankenkassen übernommen werden, insofern der jeweilige Kiefer über keine natürlichen oder intakten Zähne mehr verfügt.

So gesehen war es das dann aber auch schon mit den Vorteilen; die Nachteile überwiegen hier deutlich:

  • Sehr häufig wird über einen schlechten Sitz der Vollprothese geklagt. Von Druckstellen ausgelöste Schmerzen sind dabei keine Seltenheit.
  • Sitzt die Prothese schlecht oder falsch, kann dies weitere Probleme nach sich ziehen, so unter anderem den sogenannten Schlotterkamm, bei dem sich Falten in den Mundschleimhäuten bilden.
  • Auch wenn man ja eigentlich vom Gegenteil ausgehen könnte, da Vollprothesen ja künstlich hergestellt werden, bieten sie meist nicht die erhoffte Ästhetik und Symmetrie des Gebisses. Normalerweise werden Vollprothesen – insofern sie nicht durch einen Unfall nötig werden – erst in einem fortgeschrittenen bis hohen Alter notwendig. Alles davor sieht unnatürlich aus und hört sich auch unnatürlich an, denn:
  • Auch die Kommunikation scheint in sehr vielen Fällen durch das Tragen einer Totalprothese zumindest erschwert zu werden. So klagen viele Patienten über eine verminderte Fähigkeit zu klarer Artikulation.
  • Bei Oberkieferprothesen wird sehr oft davon berichtet, dass einerseits das Geschmacksempfinden stark unter der Prothese leidet und andererseits, vor allem beim Einsetzen der Prothese, auch Anzeichen von Übelkeit keine Seltenheit mehr sind. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die Prothese den Gaumen berührt, der sowohl essenziell für das Geschmacksempfinden ist, als auch auslösend für Brechreiz bei Berührungen sein kann.
  • Bei Unterkieferprothesen gibt es das Problem, dass diese eine verhältnismäßig kleine Auflagefläche haben und dies in Verbindung mit der sich ständig bewegenden Zunge und des sich ständig verändernden Mundbodens zu einem sehr instabilen Halt der Prothese führen kann.