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Parodontitis – Die Zerstörung des Gebisses

Seit jeher kämpfen die Menschen mit Faktoren, die die Gesundheit ihrer Zähne negativ beeinflussen können. Wahrscheinlich schon vor hunderttausenden von Jahren erkannten die ersten Urmenschen, dass diejenigen unter ihnen, die sich vermehrt um ihre Zähne kümmerten, weniger Schmerzen hatten.

Natürlich werden diese ersten Gehversuche mit Zahnpflegemitteln im Vergleich zur heutigen Zeit mehr als rudimentär gewesen sein. Es ist gut vorstellbar, dass zum Beispiel Blätter bestimmter Pflanzen genommen und über die Zähne gerieben wurden. Gewächsen wie die Teufelskralle oder Arnika könnten aus heutiger Sicht gut dafür in Frage gekommen sein, da sie eine mehr oder weniger heilende Wirkung an den Tag legen können, wenn sie denn richtig angewandt werden. Dass sie damals richtig angewandt wurden, kann jedoch getrost bezweifelt werden.

Unzählige Zeitalter später: Heutzutage ist der Wissensstand um die Zahnpflege so fortgeschritten wie nie. Dabei liegt der Fokus in der Informationslage dazu nicht nur auf den Mitteln und Wegen, die Zähne sauber und gesund zu halten. Auch das „Was wäre wenn“, in Hinblick auf mögliche Risiken und Krankheiten, wird vermehrt in die Wissensvermittlung eingegliedert. Intention dahinter ist sicherlich auch der erhoffte Lerneffekt, der bewirken soll, dass Menschen sich schon allein aus Angst- und Vorbeugungsgründen regelmäßiger und gründlicher die Zähne putzen. Eines dieser großen Risikofaktoren, die nicht nur unserem Gebiss, sondern in der Folge auch unserem gesamten Körper schaden können, ist eine Krankheit namens Parodontitis. Diese wollen wir hier einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Was genau ist eine Parodontitis?

Die Parodontitis ist laut Wikipedia eine „bakteriell bedingte Entzündung“. Für diejenigen unter euch, die des Griechischen mächtig sind, erklärt sich die Definition bereits im Wort: pará heißt neben, odous heißt Zahn, und itis steht hier für Entzündung. (Das Wort Parodontose ist übrigens eine umgangssprachliche und vor allem falsche Bezeichnung für Parodontitis.)

Aber bakteriell bedingte Entzündungen können ja auch sonst überall am Körper auftreten. Wenn sich irgendwo beispielsweise eine offene Wunde befindet, die nicht rechtzeitig desinfiziert wird, so können sich dort Bakterienherde bilden und für Entzündungen sorgen. Und im Zahnbereich hat man ja wohl eher keine offenen Wunden, oder?

Leider doch. Zurückzuführen ist dies auf die allgemeine Anfälligkeit des Zahnfleischs. Das Zahnfleisch gehört nämlich zu den Schleimhäuten und ist daher bei weitem nicht so robust und schützend wie normale Haut. Schon beim täglichen Zähneputzen kann es – meist jedoch als Konsequenz einer verfehlten Zahnputztechnik – vorkommen, dass das Zahnfleisch kleinste Risse bekommt und dort Blutungen entstehen. Werden mit der Zahnbürste dann auch noch schädliche Bakterien vom Zahnschmelz in diese Blutungen geschoben, können diese Bakterien sich dort ablagern und entzünden.

Allerdings ist dies nicht die einzig mögliche Form von Parodontitis. Geht sie vom Zahnfleischsaum aus, so spricht man von einer marginalen Parodontitis. Wenn sie jedoch – was ebenfalls eine mögliche Form der Krankheit ist – von der Wurzelspitze ausgeht, sich also vom Zahninnern heraus entwickelt, so wird dies als apikale Parodontitis bezeichnet. Die Ursache für eine apikale Parodontitis ist so gut wie immer ein kariöser Befall des Zahns, der sich durch den Zahnschmelz und das Dentin in Richtung der Wurzel frisst. Gelangen die Kariesbakterien an die Wurzel, befallen sie diese nicht nur, sondern machen auch den Weg frei für allerlei Krankheitserreger, die durch das offene Loch im Zahn bis an die Wurzel gelangen können. Die eigentliche Gefahr dabei besteht allerdings in der Irreversibilität der Folgen von Parodontitis: Was an Zahnschmelz, Dentin und Zahnwurzel entzündungsbedingt von Bakterien weggefressen wird, kann nicht nachwachsen oder sich regenerieren. In den meisten Fällen erfolgt stattdessen eine Wurzelkanalbehandlung beim Zahnarzt, in weniger schwerwiegenden Fällen muss eine Zahnfüllung her.

Wie kannst du einer Parodontitis vorbeugen?

Selbstverständlich ist das A und O zur Vorbeugung jeglicher Krankheiten und/oder Entzündungen im Bereich des Zahnapparats die regelmäßige und gründliche Zahnpflege. Die Tatsache allein, dass diese Information in durchschnittlich jedem zweiten unserer Blogbeiträge angeführt wird, sollte schon Indikator genug dafür sein, wie wichtig dieser Punkt tatsächlich ist.

Bakterien sind ein Teil der natürlichen Kreisläufe im Leben, und die Natur ist gnadenlos und geht keine Kompromisse ein. Fehlende oder mangelhafte Zahnhygiene resultiert ausnahmslos immer in Beschädigungen oder mindestens einer erhöhten Anfälligkeit der Zähne, da die Millionen und Milliarden kleinen Bakterien auf den Zahnoberflächen fressen was das Zeug hält, ohne Rücksicht auf Verluste. Falls du wissen willst, wie du deinen Zähnen die besten Zahnpflegemaßnahmen zugutekommen lassen kannst, dann schau dich doch einfach mal in unserem Blog und unserer Wissensseite um. Ersteren findest du im oben angezeigten Menü, letztere in den Kategorien unten auf der Seite.