Mundtrockenheit – Anzeichen, Ursachen und Folgen

Mundtrockenheit ist kein seltenes Phänomen und trotzdem äußerst unangenehm für Betroffene. Besonders häufig tritt ein trockener Mund in der Folge von akutem Stress oder bei Lampenfieber, zum Beispiel vor einer zu haltenden Rede auf. In einigen Fällen resultiert der trockene Mund jedoch aus ernsteren und teils vermeidbaren Gründen. Der trockene Mund ist eine häufige Nebenwirkung bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten.

Diese Anzeichen deuten auf einen trockenen Mund hin

Vor allem kurz vor der Nahrungsaufnahme produziert der Körper mehr Speichel, um die Nahrung besser verwerten zu können. Die betroffenen Speicheldrüsen werden durch das vegetative Nervensystem angeregt, welches noch zahlreiche andere wichtige Körperfunktionen steuert. Arbeitet dieses System nicht mehr adäquat, so kann der Speichelfluss nur noch eingeschränkt funktionieren.

Besonders dann, wenn Medikamente eingenommen werden, die das vegetative Nervensystem beeinflussen, ist die Mundtrockenheit eine oftmals logische Folge. In diesem Fall wird nicht nur das Sprechen und Essen unangenehm, sondern auch das Schlucken kann schmerzhaft sein. Wenn die Schleimhäute und die Zunge nicht mehr ausreichend befeuchtet werden, kann zudem der Geschmackssinn beeinflusst werden. Falls der Mund zusätzlich brennt und harte Speisen den Gaumen schädigen, dann leiden Erkrankte ungemein.

Der Speichel ist nicht nur dazu da, um den Mund feucht zu halten und die Nahrung einzuweichen, sondern hat auch eine Reinigungsfunktion. Funktioniert der Speichelfluss nicht mehr, so kann es zu hartnäckigen Zahnbelägen oder einem unangenehmen Gefühl im Mund kommen. Die natürliche Mundflora wird dadurch so beeinflusst, dass sich schädliche Bakterien vermehren können. Wenn der Mund zu trocken ist, tritt in der Regel akuter Mundgeruch auf.

Häufige Ursachen für die Mundtrockenheit

Generell werden die möglichen Ursachen in zwei verschiedene Bereiche aufgeteilt. Es gibt Ursachen, die eher harmlos sind und die Mundtrockenheit nur temporär verursachen. Außerdem kann eine Mundtrockenheit auch als Folge von diversen Krankheiten auftreten.

Ein akuter Flüssigkeitsmangel gehört ebenso wie eine zu trockene Raumluft zu den harmlosen Ursachen. Die trockene Luft reizt dabei die Atemwege und Schleimhäute. Die Folge: Das Gefühl eines trockenen Gaumens und Mundraumes. Dieses Problem löst sich zur warmen Jahreszeit in der Regel von selbst. Ansonsten können Luftbefeuchter helfen. Wer jedoch an akutem Durchfall oder Erbrechen leidet, der verliert viel Wasser. Wird diese Flüssigkeit nicht mit der Nahrung oder mithilfe von geeigneten Getränken wieder aufgenommen, kann der Mund vorübergehend trocken werden.

 

Auch das zunehmende Alter und eine damit einhergehende verstärkte Mundatmung kann Auslöser für die Mundtrockenheit sein. Eine Mundatmung kann jedoch ach in jungem Alter durch Allergien oder Erkältungen hervorgerufen werden.

Ernstzunehmende Ursachen für einen trockenen Mund sind Autoimmunerkrankungen, eine akute Erkrankung des Stoffwechsels und die sogenannte Sialadenose. Um diese und ähnliche Erkrankungen auszuschließen, sollten Betroffene zeitnah einen Arzt aufsuchen, wenn sie einen trockenen Mund bemerken.

Auch das Rauchen und ein anhaltender psychischer Stress können die Mundtrockenheit auslösen. Der Konsum verschiedener Drogen und die Einnahme von Schmerzmitteln sowie Antiepileptika und anderer Medikamente führt ebenfalls zu trockenen Schleimhäuten im Mund und Rachen.

Das sind die Folgen der Mundtrockenheit

Wenn die Zunge am Gaumen klebt, ist das nicht nur unangenehm. Es kann auch das Sprechen sowie Kauen beeinflussen, weil die Zunge sich nicht mehr ausreichend bewegen kann und die Nahrung durch den fehlenden Speichel nur unzureichend aufgeweicht wird. Zudem kommen Probleme mit der Zahnhygiene hinzu. Werden Speisereste nicht mehr mit dem Speichel fortgespült, so können sich Belege bilden, die nur noch vom Zahnarzt entfernt werden können. Karies, Parodontose und akuter Mundgeruch gehören zu den Folgen.

Viren im Mund vermehren sich wesentlich schneller, wenn eine andauernde Mundtrockenheit vorherrscht. Daraus kann eine Zahnfleischentzündung entstehen. Unter Umständen können sich Betroffene auch schneller mit verschiedenen Erkrankungen, wie der Influenza und ähnlichem anstecken. Zudem kann der trockene Mund dafür sorgen, dass Betroffene nicht mehr so viel schmecken und in der Folge den Appetit verlieren. Das ist gerade bei Kindern oder bei sehr alten Menschen anzutreffen.