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Mundhöhlenkrebs – Anzeichen, Behandlung und Folgen

Als Mundhöhlenkrebs werden bösartige Tumore im Mund, also in der Mundhöhle bezeichnet. Zu der Mundhöhle zählt die komplette Mundschleimhaut, anfangen beim Lippenrot über den vorderen Gaumenbogen, den harten Gaumen selbst, die Wangenschleimhaut und das Zahnfleisch, sowie der Mundboden nebst Zunge.

Die Ursachen von Mundhöhlenkrebs

Wie genau, beziehungsweise warum Mundhöhlenkrebs auftritt, ist noch nicht eindeutig geklärt. Manche Lebensgewohnheiten können allerdings dazu beitragen. Treffen mehrere Faktoren zusammen, ist das Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, hoch. Dazu gehören neben genetischer Veranlagung unter anderem:

Mundhöhlenkrebs durch Rauchen
  • Rauchen
  • übermäßiger Alkoholgenuss
  • schlechte Ernährung
  • mangelnde bis fehlende Mundhygiene
  • ein ungesunder Lebensstil
  • schlechtsitzende, scharfkantige Zahnprothesen

Nach wie vor sind etwa dreiviertel der Betroffenen Männer. Allerdings nimmt auch bei Frauen in den letzten Jahren diese Art der Erkrankung zu. Ursachen sind laut Expertenmeinung der gesteigerte Tabak und Alkoholkonsum bei Frauen. Nicht jeder starke Raucher erkrankt in seinem Leben - ähnlich wie bei Lungenkrebs - an Mundhöhlenkrebs.

 

Allerdings sind auch wie beim Lungenkrebs etwa 90 Prozent der Erkrankten Raucher. Kommt nun noch exzessiver Alkoholgenuss dazu, erhöht sich das Risiko für Mundhöhlenkrebs auf mehr als das doppelte.

Symptome von Mundhöhlenkrebs

Mundhöhlenkrebs verursacht lange keine Beschwerden. Dadurch wird die Erkrankung meist erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Symptome treten daher auch erst in einem späten Stadium auf.
Allerdings entwickelt sich diese Erkrankung in der Regel aus Vorstufen, die für Zahnärzte, Ärzte und sogar für den Betroffenen selbst bereits früh mit bloßem Auge zu erkennen sind. Hier handelt es sich um sogenannte Präkanzerosen. Präkanzerosen sind rote oder weiße oder rot-weiße Flecken auf der Mundschleimhaut. Schlecht heilende Wunden und kleine Mundschleimhauterhebungen wie Aphten können ebenfalls Hinweise auf beginnenden Mundhöhlenkrebs sein.

Entdeckt man solche Veränderungen, sollte schnellstmöglich ein Arzt zur weiteren Abklärung aufgesucht werden. Optimal ist der Besuch eines Hals-Nasen-Ohrenarztes oder ein Zahnarzt.

Ist die Erkrankung schon fortgeschritten, können folgende Krankheitssymptome auftreten:

Mundhöhlenkrebs: Übersicht Mundhöhle
  • Fremdkörpergefühl im Mund
  • deutlich spürbare Schwellungen der Mundschleimhaut
  • Probleme beim Essen
  • Schluckbeschwerden
  • Taubheit, Gefühlsstörungen
  • Zahnlockerungen
  • Veränderungen des Bissgefühls
  • vergrößerte Lymphknoten am Hals und Unterkiefer
  • unerklärliche Blutungen, blutiger Speichel
  • Schwierigkeiten beim Sprechen
  • Geschmacksstörungen, wenn die Zunge betroffen ist
  • sehr starker Mundgeruch
  • vermehrter Speichelfluss
  • rote und weiße Flecken auf der Schleimhaut, die nicht abgekratzt werden können
  • verminderte Beweglichkeit der Zunge
  • wunde Stellen, die bluten und nicht abheilen

Allgemeine Symptome, die bei anderen Krebsleiden und Krankheiten auftreten, wie starker Gewichtsverlust, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche und immer wiederkehrendes Fieber, können ebenfalls im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit auftreten.

Die Behandlung von Mundhöhlenkrebs

Wurde die Erkrankung erkannt, wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachärzten - dem sogenannten Tumorboard - eine Therapie ausgearbeitet. Zu einem Tumorboard gehören jeweils Ärzte des Hals-Nasen-Ohren-Fachbereichs, Ärzte der Strahlentherapie, Onkologie - die Krebs-Wissenschaft, der Radiologie - die Röntgenkunde, der Pathologie und Chirurgen. Entscheidend für die Therapie ist die Lage, Größe und ob der Krebs schon "gestreut", also andere Organe befallen hat. Es wird bei der Therapieausarbeitung allerdings auch der allgemeine Zustand des Patienten, seine Vorgeschichte, beziehungsweise seine Krankengeschichte und die Wünsche und Bedürfnisse des Betroffenen einbezogen.

Wo es möglich ist, wird der Mundhöhlenkrebs operativ entfernt. Dies geschieht unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes. Bei kleinen Tumoren, die sehr frühzeitig entdeckt wurden und speziell bei Tumoren der Lippen kann eine Operation als einzige Therapie ausreichend sein.

Bei größeren Tumoren wird nach der Operation eine Strahlentherapie eingesetzt, um eventuell verbliebene Tumorzellen abzutöten. Große Tumore, die nicht operativ entfernt werden können, werden mit einer Strahlentherapie, je nach Fall in Kombination mit einer Chemotherapie, behandelt.

Die Strahlentherapie ist durch immer neuere Erkenntnisse und Technologien heute weit besser verträglich, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Sie lässt sich heutzutage auch besser auf einen bestimmten Bereich bündeln. Nebenwirkungen der Strahlentherapie gibt es leider nach wie vor, bei Mundhöhlenkrebs gehören zu den akuten Nebenwirkungen unter anderem:

  • Hautrötungen
  • Hautreizungen
  • Mundtrockenheit
  • Schleimhautentzündungen

Nach der Krebsbehandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den Arzt unerlässlich.