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Kreuzbiss: Folgen, Ursachen, Behandlung und Kosten

Der Kreuzbiss gehört zu den häufiger auftretenden Zahnfehlstellungen. Die Bezeichnung wird verwendet, wenn die Zähne des Unterkiefers nur teilweise über den Zähnen des Oberkiefers stehen und somit nicht von einem Unterbiss oder Überbiss gesprochen werden kann.

In diesem Artikel erfährst du alles zu den Kreuzbiss Ursachen, der Notwendigkeit der Kreuzbiss Behandlung und den Folgen, wenn die Fehlstellung der Zähne nicht behandelt wird.

Beim Kreuzbiss unterscheidet man zwischen dem Kopfbiss, sowie dem einseitigen und beidseitigen Kreuzbiss. Beim Kopfbiss liegen die Höcker der Backenzähne vollständig übereinander, wobei der Unterkiefer marginal vorgelagert sein kann. Der einseitige Kreuzbiss bezeichnet die Problematik in einem Teilbereich des Mundraums, vorwiegend auf einer Kopfseite und im Zusammenhang mit einem gekippten Zahn.

Handelt es sich um einen beidseitigen Kreuzbiss, lagern die unteren Zähne im gesamten Mundraum zu weit außen, beziehungsweise sind die obere Zahnreihe zu weit hinten. Diese Form des Kreuzbisses tritt meist bei einem im Verhältnis zum Unterkiefer zu kleinem Oberkiefer auf.

Am besten lässt sich der Kreuzbiss bei Kindern behandeln, da sich der Kiefer noch im Wachstum befindet. Eine Behandlung des Kreuzbisses bei Erwachsenen ist möglich, aber schwieriger und wird oftmals nicht von den Krankenkassen bezuschusst. Hier möchten wir Patienten unterstützen, die über eine Kreuzbiss Behandlung nachdenken und die Folgen der Zahnfehlstellung beheben lassen möchten.

Kreuzbiss: Folgen dieser Zahnfehlstellung

Die Natur hat die Zahnreihen bewusst so angeordnet, dass die Zähne des Oberkiefers über der Zahnreihe im Unterkiefer stehen. Beim Kreuzbiss ist diese Ausrichtung verschoben, wodurch verschiedene Probleme beim Essen und auch in Bezug auf die Nasenatmung auftreten können.

Zu einem Kreuzbiss kann es kommen, wenn der Unterkiefer schneller als der Oberkiefer wächst. Auch ein im Verhältnis zum Unterkiefer viel zu schmaler Oberkiefer gehört zu den Kreuzbiss Ursachen.

Kinder und Jugendliche mit Wachstumsstörungen oder einem sehr späten Zahndurchbruch sind besonders gefährdet. Aber auch wenn der Kiefer im Kindesalter augenscheinlich normal wächst, ist ein Kreuzbiss bei Erwachsenen nicht ausgeschlossen und kann beispielsweise in Folge eines Unfalls, beim Verlust von Zähnen oder nicht rechtzeitigem Zahnersatz auftreten.

Neben Ess- und Atemschwierigkeiten kann ein Kreuzbiss in frühkindlicher Entstehung zu einer Wachstumshemmung des Oberkiefers führen. Bei einseitigem Auftreten in akuter Form verschieben sich die Gesichtsproportionen, was zum optisch 'schiefen Gesicht' und damit zu einer ernsthaften ästhetischen Einschränkung führt, die nicht zuletzt auch psychische Folgen durch Zahnfehlstellungen haben kann.

Betrifft der Kreuzbiss die Schneidezähne, gehören Sprachstörungen wie Lispeln oder Zischeln zu den Begleiterscheinungen. Durch die falsche und einseitige Belastung des Kiefers, kann ein nicht behandelter Kreuzbiss zu den Ursachen für Kopfschmerzen, Kiefergelenkschmerzen und Kaumuskelschmerzen gehören.

Die Kaufunktion wird beeinträchtigt und die dauerhaft falsche Kieferbelastung führt zur frühzeitigen Abnutzung des Gelenks. Je akuter die Fehlstellung der Zähne ist, umso früher sollte man den Kreuzbiss behandeln. Um Spätfolgen auszuschließen und bereits beim ersten Anzeichen gegen die Kreuzbiss Ursachen vorzugehen, sollte der Kreuzbiss bei Kindern und nicht erst bei ausgewachsenem Kiefer behandelt werden.

Wie kann man einen Kreuzbiss behandeln?

Die Folgen beim Kreuzbiss äußern sich mit zunehmendem Alter stärker. Oftmals bleibt ein leichter Kreuzbiss bei Kindern längere Zeit unbemerkt und wird erst offensichtlich, wenn sich das Lispeln im Grundschulalter verstärkt.

Spätestens jetzt sollte man den Kreuzbiss behandeln und die Harmonie zwischen dem Ober- und Unterkiefer herstellen. Je früher behandelt wird, desto positiver wirkt sich die Maßnahme auf die Entwicklung des Kiefers aus.

Stellt man den Kreuzbiss bereits im Milchgebiss fest, muss die Kreuzbiss Behandlung nicht bis zum Durchbruch der zweiten Zähne warten. Am häufigsten zeigt sich der Kreuzbiss zwischen dem 9. und dem 12. Lebensjahr. Der Kiefer befindet sich noch im Wachstum und ermöglicht eine Kreuzbiss Behandlung, die oftmals mit einer Zahnspange vorgenommen wird.

Bei einem stark ausgeprägten Kreuzbiss mit sichtbaren Auswirkungen auf die Gesichtsästhetik, erzielt eine Zahnspange meist keine Wirkung. Hier kann es auch beim Kreuzbiss bei Kindern notwendig werden, einen kieferchirurgischen Eingriff anzuberaumen und die Kieferfehlstellung zu regulieren.

Noch komplexer gestaltet sich die Behandlung des Kreuzbiss bei Erwachsenen. Ohne einen chirurgischen Eingriff werden nur die Symptome, nicht aber die Ursachen behandelt. Eine erfolgreiche Kreuzbiss Behandlung beim ausgewachsenen Kiefer basiert auf vier Behandlungsschritten.

  1. Die Behandlung wird kieferorthopädisch vorbereitet
  2. Danach wird der Kiefer operativ reguliert
  3. Im Anschluss an die Heilung nach der OP erfolgen die Filigraneinstellungen mit Titanplatten
  4. Diese werden entfernt, wenn die Behandlung Erfolg zeigt und die Kiefer richtig übereinander stehen.

Bei einem sehr leichten Kreuzbiss ohne gravierende Einschränkungen und im Kindesalter sind Zahnspangen eine Behandlungsmethode mit Erfolgsaussicht. Bei stärkerem Kreuzbiss und beim Erwachsenenkiefer erfordert die Behandlung der Zahnfehlstellung einen kieferchirurgischen Eingriff.

Leidet ein Patient durch die Fehlstellung der Zähne unter psychischen und körperlichen Folgen, wird sich eine umgehende, nicht auf die lange Bank geschobene Behandlung als spürbarer Vorteil für mehr Lebensqualität erweisen.

Kreuzbiss - Kosten der Behandlung

Die Behandlungskosten beim Kreuzbiss hängen von der Dauer und den Maßnahmen im Behandlungszeitraum ab. Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind bei der Kreuzbiss Behandlung von allen Kosten befreit und können kieferorthopädische und kieferchirurgische Maßnahmen direkt über die Krankenversicherung abrechnen.

Im Erwachsenenalter bezuschusst die Krankenkasse rein kieferorthopädische Behandlungen nicht, so dass für den Einsatz einer Zahnspange oder festsitzender Platten zur Kreuzbiss Regulierung eine Zuzahlung von bis zu 5.000 € EUR nötig ist.

Kosten Kreuzbiss Behandlung

Bezüglich des kieferchirurgischen Eingriffs zahlt die Krankenkasse den Regelsatz, wenn die Behandlung als medizinisch notwendige Maßnahme und nicht als ästhetische Zahnfehlstellungskorrektur anberaumt wird.

Diese Ausrichtung und Notwendigkeit beim Kreuzbiss behandeln legt der Arzt im Heil- und Kostenplan, der an die Krankenkasse gesandt wird, fest. Wenn sich durch die Behandlung beim Kreuzbiss bei Erwachsenen Folgen und Begleiterkrankungen lindern lassen, stimmt die Krankenkasse der Kostenübernahme im Einzelfall auch über den chirurgischen Eingriff hinaus zu.

Bei einem leichten Kreuzbiss ist eine günstige Behandlung mit SmileMeUp Clear Schienen möglich. Mit nur 1.599 € EUR Gesamtkosten sind die transparenten Zahnschienen die preiswerteste Möglichkeit zur Behandlung leichter Fehlstellungen der Zähne.

Bei einem ausgeprägten Kreuzbiss ist eine Behandlung mit Zahnschienen nicht möglich, so dass hier eine Konsultation beim Kieferorthopäden oder beim Kieferchirurgen angeraten wird. Mit einer Zahnzusatzversicherung besteht die Möglichkeit, den Eigenanteil bei Behandlungen von Kreuzbiss zu reduzieren und die kieferorthopädischen Leistungen über die Zusatzversicherung abzurechnen.

Da die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen generell ohne Eigenkosten möglich und aufgrund des Kieferwachstums zielführender ist, sollte man bei ersichtlichem Kreuzbiss nicht bis ins Erwachsenalter warten.

Es sollte in jedem Fall ein Kieferorthopäde oder Zahnarzt aufgesucht und mit der Diagnostik, sowie der Erläuterung der medizinischen Notwendigkeit beauftragt werden.

 

Bildnachweis: © Martin Schlecht