Kieferfehlstellung – Was bedeutet Craniomandibuläre Dysfunktion?

Der Begriff der craniomandibulären Dysfunktion ist sicherlich nicht vielen Menschen geläufig. Das liegt daran, dass nicht viele Menschen darunter leiden. Diejenigen aber, die schon Erfahrungen mit einer CMD gemacht haben, wissen um ihren hinterlistigen Charakter.

Von einer craniomandibulären Dysfunktion spricht man im Bereich der Zahnmedizin, wenn es eine Fehlstellung im Kieferbereich gibt, die sich auch auf außenstehende Bereiche und Teile des Körpers auswirkt. Warum aber unterscheidet sie sich so sehr von anderen Mund-, Zahn- und Kieferbeschwerden?

Zunächst muss dazu angemerkt werden, dass eine CMD recht schwierig zu diagnostizieren ist. Das heißt… eigentlich können jeder Zahnarzt oder Kieferorthopäde sie nach dem Abgleichen einiger Symptome recht schnell und zweifelsfrei feststellen. Allerdings sind Zahnärzte und Kieferorthopäden bei einer CMD so gut wie nie die erste Anlaufstelle der Betroffenen.

Symptome einer CMD

Eine craniomandibuläre Dysfunktion kann sich in vielerlei Hinsicht bemerkbar machen, meist jedoch durch Schmerzen. Zunächst sind da natürlich die Schmerzen, die im Kieferbereich auftreten. Dazu gehören unter anderem Probleme beim Kauen und beim Öffnen des Munds. Auch ein regelmäßiges Knacken sowie ein Reiben mit einhergehenden Schmerzen im Kiefergelenk sind dabei keine Seltenheit. Eine Begleiterscheinung ist daher nicht selten der sogenannte Bruxismus, das Zähneknirschen, welches blöderweise auch noch am häufigsten im Schlaf und somit unbemerkt auftritt.

Allerdings kann sich eine CMD auch mit Leichtigkeit in anderen Körperteilen bemerkbar machen. Im Bereich des Kopfes sind da vor allem Ohrenschmerzen und Erscheinungen wie Tinnitus zu nennen, auch ein Schwindelgefühl und migräneartige Kopfschmerzen können sich bemerkbar machen.

Doch auch dabei bleibt es nicht. Mit etwas Pech kann eine CMD sogar Verspannungen und Schmerzen im Nacken und Rücken verursachen, da sich durch eine Fehlstellung der Kiefer auch die Nackenmuskulatur bis hin zur Wirbelsäule anspannen und sogar in separate Fehlstellungen verschieben können.

Hinzu kommen allgemeine Beschwerden wie Schlafstörungen, Atembeschwerden, Schnarchen usw., die – wie 80 Prozent der oben genannten Symptome – von CMD-Betroffenen selten bis gar nicht mit Problemen im Kieferbereich in Verbindung gebracht werden. Infolgedessen wird meist zunächst ein Allgemeinmediziner oder sogar Chiropraktiker kontaktiert, wobei vor allem letzterer wahrscheinlich nicht das nötige Wissen mitbringt, um eine CMD als solche zu erkennen und den Patienten an einen Zahnmediziner zu verweisen.

All dies macht eine craniomandibuläre Dysfunktion zu einer so hinterlistigen Krankheit. Die gute Nachricht daran: Ist sie einmal diagnostiziert, kann sie recht unkompliziert behandelt werden.

Wie wird eine CMD normalerweise therapiert?

Die Herangehensweise bei der Behandlung einer craniomandibulären Dysfunktion hängt davon ab, wo der belastendste Schmerzherd in Erscheinung tritt und wie genau sich die Fehlstellungen oder Fehlregulationen beim Betroffenen äußern. Die Therapie ist deshalb ausschließlich individuell an die einzelnen Patienten angepasst.

In ausnahmslos allen Fällen ist der wichtigste Schritt der Behandlung bereits der erste, nämlich die Aufklärung des Patienten darüber, welche Zusammenhänge zwischen dem Kiefer und den Schmerzen in anderen Körperbereichen bestehen. Infolgedessen wird nämlich meistens der verfehlte erste Behandlungsansatz verworfen (beispielsweise Wärmflaschentherapie bei Rückenschmerzen) und sich auch vom Patienten selbst sehr viel mehr auf die Schonung des Kiefers und seiner Gelenke fokussiert.

Ein weiterer Behandlungsansatz besteht unter anderem in einer Nahrungsumstellung auf eher weiche Kost wie beispielsweise Obst, hinzu kommen diverse physiotherapeutische Ansätze wie Dehn- und Entspannungsübungen, Stressmanagement in Form von Meditation, aber auch eine vorsichtige Herangehensweise mit Kühlakkus und Wärmeflaschen wird nicht selten in Erwägung gezogen.

Am vielversprechendsten jedoch sind Zahnschienen, auch Aligner genannt. Im Vorfeld der Behandlung werden dafür mithilfe eines Abdrucksets die genaue Form des Gebisses ermittelt und infolgedessen auf Basis des Gebissabdrucks ein Set aus mehreren Alignern hergestellt. Diese werden zur Behandlung jeweils zwei Wochen lang 21 Stunden am Tag getragen und sorgen dafür, dass sich die Zahnreihen, und somit auch die Kiefer, über einen gewissen Zeitraum – meist ca. 6 Monate – wieder in eine gerade Form schieben. Die Vorteile der Zahnschienen gegenüber beispielsweise festen Zahnspangen müssen dabei an mehr als zwei Händen abgezählt werden; am bedeutendsten ist die Tatsache, dass sie durchsichtig sind um im Alltag daher nicht einmal auffallen; außerdem verspricht die Behandlung in knapp 100% aller Fälle eine schmerzfreie und ergebnisorientierte Erfolgsquote.

Zum Schluss noch ein kleines Geheimnis: Wir von SmileMeUp bieten genau diese Zahnschienen an. Wer sich dazu schlau machen möchte, ist auf unserem Blog und unserer Wissensseite bestens aufgehoben!

Kein Ersatz für Zahnarztbesuche!

Obwohl eine CMD-Behandlung mit Zahnschienen sehr vielversprechend ist, sollten Betroffene vorher definitiv einen Zahnarzt oder einen Kieferorthopäden aufsuchen, um sich von dieser Seite auch bestätigen zu lassen, ob die Zahnschienen überhaupt erfolgversprechend sind. Denn wie bereits eingangs erwähnt, ist die Behandlung einer CMD immer ein individueller Sachverhalt, der von der genauen Form des Kiefers und dessen Heilungschancen abhängt, und diese Aspekte sind schließlich bei jedem Menschen unterschiedlich.