Hausmittel gegen Zahnschmerzen – Teil 1

Sicherlich steht ein Besuch des Zahnarztes bei gravierenden Zahnschmerzen an erster Stelle. Doch was ist zu tun, wenn ein plötzlicher Schmerz zu einem unglücklichen Zeitpunkt einsetzt? Ist die Zahnarztpraxis jedoch bereits geschlossen oder nicht schnell erreichbar, können die folgenden Mittel schmerzlindernd wirken und über die Zeit bis zum Besuch des Arztes hinweghelfen.

In Teil 1 unseres Hausmittel-Ratgebers gegen Zahnschmerzen erfahren Sie, mit welchen einfachen Methoden sie Zielführend den Schmerzen entgegenwirken können. Die Anwendung ist dabei in vielen Fällen auch auf Bereiche außerhalb des Mundraums übertragbar.

 

Hausmittel #1: Zwiebel

Ein altbewährter Trick von der ein oder anderen Großmutter ist die Zwiebel. Viele ätherische Öle wirken schmerzhemmend und können gerade bei Stechen oder Pochen in der Backenzahnregion den Schmerz lindern. Dazu die Zwiebel einfach kleinschneiden und in ein Krepp-Papier oder in eine Kompresse einwickeln. Der Umschlag wird anschließend von außen auf die schmerzende Wange gedrückt.

 

Hausmittel #2: Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid (H2O2) ist ein wahres Wundermittel in jedem Haushalt. Nicht nur bei Akne, Schnitten, Infektionen oder Nasennebenhöhlenentzündungen hilft diese äußerst schwache Säure. Bei Zahnschmerzen zielt die Wirkung von Wasserstoffperoxid auf die Bekämpfung von Bakterien, Viren und Pilze ab, die in vielen Fällen die Ursache der Zahnschmerzen sind. So kann bei regelmäßiger Anwendung auch eine ausgeglichene Mundflora erreicht werden, die weiteren Schmerzen vorbeugt.

Zur Anwendung im Mundraum sollte eine 3 %ige Wasserstoffperoxid-Lösung verwendet werden. Täglich eine Menge von 15 ml in den Mund nehmen und ca. 5-10 Minuten einwirken lassen. Danach ausspucken.

 

Hausmittel #3: Knoblauch

Ähnlich wie die Zwiebel enthält auch der Saft der Knoblauchzehe viele ätherische Öle, die schmerzlindernd wirken und sogar Entzündungen hemmen. Anders als bei der Zwiebel findet hier jedoch die Anwendung im Mundraum selber statt. Eine aufgeschnittene halbe Zehe wird dabei direkt auf die schmerzende Stelle am Zahn oder Zahnfleisch gelegt. Nach einigen Minuten setzt die Wirkung der Öle ein.

 

Hausmittel #4: Aconitum Globuli

Globuli haben sich in vielen Haushalten bereits bewährt. Gerade bei Zahnschmerzen eignen sich die kleinen Wunderkügelchen hervorragend. Aconitum wird aus blauem Eisenhut gewonnen. Hierbei handelt es sich um ein Hahnenfußgewächs, welches gerade bei pochendem Zahnschmerz hilft.

Doch Vorsicht! Der blaue Eisenhut ist eine der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas und sollte nur in Form von Arzneimitteln zu sich genommen werden. Auch bei Kopf- und Ohrenschmerzen, Augenentzündungen, Fieber und Husten kann Aconitum eine gute Hilfe sein.

 

Hausmittel #5: Eis

Ein ebenfalls bewährtes Mittel ist die Behandlung mit Eis. Dazu wird das Eis in ein Tuch gewickelt und, wie bei der Zwiebelbehandlung, auf die schmerzende Stelle gedrückt. Das Eis bewirkt einen langsameren Blutfluss an dieser Stelle, sodass sich so eine Schmerzhemmung einstellt.

Der Nachteil bei dieser Behandlung ist die schnelle Wiederkehr des Schmerzes, sobald der Mundraum wieder die normale Körpertemperatur erreicht. Somit eignet sich das Eis für eine kurzfristige Überbrückung bis zum Arztbesuch.

 

Hausmittel #6: Mundspülung mit Alkohol

Hochprozentiger Alkohol hat eine desinfizierende Wirkung. Bei einer Mundspülung sollte deshalb unbedingt der Fokus auf die Schmerzende Stelle gelegt werden. Dies ist jedoch nicht immer schmerzfrei: Gerade bei Entzündungen kann die Spülung anfänglich brennen.

Zur Munddesinfektion eignen sich besonders Wodka oder Cognac. Bei der Anwendung sollte ein kleiner Schluck für ca. 5 Minuten im Mund gehalten werden. Dadurch werden viele schmerzverursachende Bakterien abgetötet. Letztendlich wird der Alkohol wieder ausgespuckt.

 

Vorsicht! Hausmittel ersetzen keinen Zahnarztbesuch!

Wichtig zu wissen ist allerdings, dass Zahnschmerzen nicht einfach so auftauchen. Zwar können die oben beschriebenen Hausmittel kurzfristig helfen, ersetzen aber in keinster Weise den Besuch beim Zahnarzt. Die häufigsten Ursachen für Zahnschmerz sind Karies, Entzündungen des Zahnfleisches oder freiliegende Zahnhälse. Durch die Hausmittel kann der Schmerz bekämpft werden, um die Ursache jedoch zu bekämpfen, ist der Besuch beim Zahnarzt unabdinglich.

Wie Sie Zahnschmerzen zielführend Vorbeugen können, erfahren Sie in unserem Beitrag Zahnschmerzen – häufige Ursachen.

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