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Die verschiedenen Arten von Zähnen in unserem Gebiss

Im Erwachsenenalter besteht das menschliche Gebiss in der Regel aus 32 Zähnen. Aber Zahn ist nicht gleich Zahn; es gibt die einen und die anderen und jeder einzelne erfüllt im Prinzip einen anderen Zweck. Dies hat evolutionär bedingte Gründe, aber auch pragmatische. Darauf wollen wir hier einmal genauer eingehen.

Ganz vorne: Inzisivus und Caninus

Die Schneidezähne, auch Inzisivi genannt, sind so ziemlich die auffälligsten aller Zähne, da es die ersten sind, die zu sehen sind, wenn man den Mund öffnet. Unter anderem dadurch scheinen sie auch die größte sichtbare Fläche zu haben. Tatsächlich jedoch sind sie nur etwas breiter als die anderen Zähne und ihre Oberfläche erstreckt sich eher auf die Vorderseite. Die Besonderheit bei den Inzisivi ist nämlich, dass sie – anders als beispielsweise die Molaren – keine Kaufläche haben, sondern lediglich eine scharfe Kante, weshalb sie ja auch Schneidezähne genannt werden.

Die Schneidezähne sind besonders zum Zerteilen der Nahrung wichtig. Vor allem große oder durch ihre Konsistenz schwieriger zu zerkleinernde Lebensmittel müssen erst in eine passende Größe gebracht werden, damit sie von den Molaren zermahlen und zu Nahrungsbrei verarbeitet werden können. Kurz gesagt: Niemand isst eine ganze Scheibe Brot auf einmal, die ist viel zu groß. Stattdessen beißt man ein Stück vom Brot ab, zerkleinert es also. Dafür sind die Schneidezähne zuständig. Außerdem muss auch ein Stück Nahrung, das sich bereits im Mund befindet, regelmäßig in noch kleinere Stücke zerteilt werden, auch diese Aufgabe übernehmen die Schneidezähne.

Da jeder Mensch allerdings nur vier Schneidezähne in jeder Zahnreihe hat, also im Gebiss insgesamt acht, braucht er daher noch jeweils einen weiteren links und rechts davon, der die Schneidefunktion unterstützen kann. Die Rede ist hier vom Eckzahn, auch Caninus genannt. Das Besondere am Caninus ist dabei die Tatsache, dass zwar auch über keine nennenswerte Mahlfläche besitzt, aber trotzdem in der schneidenden Funktion nur eine unterstützende Rolle einnimmt. Er bildet sozusagen das perfekte Bindeglied zwischen den Schneidezähnen und den Mahlzähnen.

Direkt dahinter: Die Molaren

Die Molaren liegen tief hinten in unserem Gebiss und sind dafür zuständig, die von den Schneidezähnen wieder und wieder zerteilte Nahrung zu zerkauen. Und obwohl im gesamten Mundraum Speicheldrüsen vorhanden sind, wird dort der meiste Speichel zum Nahrungsbrei hinzugefügt, um diesen bestmöglich zu zersetzen und in eine Konsistenz gebracht, die man auch herunterschlucken kann, ohne Gefahr zu laufen, daran zu ersticken. Unsere Speiseröhre ist nämlich nicht dafür ausgelegt, größere, unzerteilte Stücke Nahrung schlucken zu können. Und ganz abgesehen davon ist auch der Magen kein zerkleinerndes Organ, sondern zersetzt den Nahrungsbrei lediglich. Kommt also unzerteilter und nicht mit genug Speichel angereicherter Nahrungsbrei im Magen an, kann dies erstens die Speiseröhre verletzen und zweitens die Verdauungsorgane, beginnend beim Magen.

Die Molaren selbst werden nochmal in zwei Untergruppen gegliedert: Die tatsächlichen Molaren, von denen jeweils sechs in jeder Zahnreihe ganz hinten sitzen, also jeweils drei links und rechts. Der hinterste Molar ist im Normalfall jeweils immer ein Weisheitszahn. Zwischen den Molaren und dem Caninus sitzen außerdem noch zwei Prämolaren. Diese sind in ihrer Funktion größtenteils gleich mit den Molaren, sind jedoch etwas kleiner und verfügen meist nicht über mehr als zwei Wurzelkanäle. Die Molaren können drei, in seltenen Fällen sogar vier Wurzelkanäle entwickeln; die Schneidezähne haben in der Regel nur einen Wurzelkanal. Summiert man diese Zahlen, kann man davon ausgehen, dass im gesamten Mundraum ca. 64 Wurzelkanäle auf insgesamt 32 Zähne kommen. Diese Zahl variiert allerdings von Mensch zu Mensch, da jeder eine andere Kieferform hat und sich die Zähne bei jedem individuell entwickeln. Tatsächlich gibt es sogar Berichte von Menschen, deren Schneidezähne sogar bis zu drei Wurzelkanäle haben; allerdings liegt die Häufigkeit hier bei gerade mal einem halben Prozent.