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Die gefährlichen Risiken von Zähneknirschen

Für viele Menschen kommt die Diagnose vom Zahnarzt relativ überraschend: „Sie knirschen viel mit den Zähnen.“ – Tatsächlich aber bist du bisher immer davon ausgegangen, dass du mit einem Problem wie Zähneknirschen kein Problem hast. Grund dafür: Es passiert meistens im Schlaf, während du nichts davon mitbekommst. Allerdings kann es auch tagsüber auftreten, nur ist es selbst dann eine unterbewusste, reflexartige Aktion, die zunächst meist gar nicht wahrgenommen wird.

Die Tatsache allein, dass der Zahnarzt dies anhand des Aussehens und Zustands deiner Zähne erkennen kann, ist ein Indikator dafür, dass du dieses Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest. Denn offensichtlich gibt es im Rahmen des zahnärztlichen Studiums ein extra Kapitel nur übers Thema Zähneknirschen, wodurch dies ausgelöst werden kann und welche Risiken es in birgt. Im Fachjargon spricht man unter einem chronischen Zähneknirschen auch als Bruxismus.

Ursachen

Die Ursachen für ein nächtliches Zähneknirschen sind meist die gleichen für das unbewusste Zähneknirschen am Tag. Besonders fördernd sind dabei psychische Faktoren, wie zum Beispiel chronischer, ständiger Stress oder Angst, aber auch Schlafstörungen. Dazu gehören auch Schnarchen und eine generelle Müdigkeit tagsüber, die den Stress und die Angst vor beispielsweise arbeitsbedingtem Versagen noch fördern und letzten Endes gerne mal in einem Teufelskreis enden.

Aber auch diverse Substanzen, die manche Menschen täglich zu sich nehmen, erhöhen das Risiko für chronischen Bruxismus. Vorneweg wieder einmal die üblichen Verdächtigen Alkohol, Koffein, Rauch und bestimmte Medikamente wie z. B. Antidepressiva.

Hergang

Obwohl alles unter dem Oberbegriff des Bruxismus zusammengefasst wird, kann sich dieser auf bestimmte Arten und Weisen äußern. So gibt es Betroffene, die tatsächlich ihren Unterkiefer von rechts nach links und zurück bewegen, während sich die Beißkraft stetig erhöht. Dadurch entsteht auch das Knirschgeräusch, von dem der Bruxismus im Umgangssprachlichen seinen Namen hat.

Auf der anderen Seite jedoch gibt es auch nicht wenige Fälle, in denen Betroffene einfach nur die Zähne aufeinanderpressen, ohne den Unterkiefer zu verschieben. Beide Arten des Auftretens von Bruxismus sind nicht ungefährlich; jedoch sind die Risiken, die davon ausgehen, unterschiedlicher Natur.

Risiken und Gefahren

Erstaunlich und vor allem alarmierend sind die Werte bezüglich der menschlichen Beißkraft. Beträgt sie tagsüber kontant einen Wert von bis zu 0,45 Kilonewton, schadet dies deinem Gebiss nicht, da es daran gewöhnt ist und normalerweise auch Nahrung zwischen den Zähnen ist, die zerkleinert wird. Im Schlaf jedoch kann sich die Beißkraft auf bis zu 4,5 kN erhöhen, und dann sieht es um die Stabilität und Resistenz deiner Zähne schon ganz anders aus, vor allem da zu diesem Zeitpunkt keine Nahrung im Mundraum ist und die Zähne direkt aufeinandertreffen.

Wenn die Zähne aneinander reiben, sich der Unterkiefer dabei also zur Seite bewegt, besteht die größte Gefahr in einer Abreibung des Zahnschmelzes. Dieser ist ja für die Stabilität des ganzen Zahns sowie den Schutz der darunterliegenden Schichten wie Dentin und vor allem Zahnwurzel essenziell. Wird durch die Reibung eine Schicht des Zahnschmelzes abgetragen, dann kann dies die Entwicklung und Verschlimmerung von Löchern begünstigen, woraufhin sich Kariesbakterien leichter ansammeln und vermehren können.

Bei einem konstanten Aufeinanderpressen der Zahnreihen entstehen selbstverständlich auch Schäden an den Zähnen, allerdings sind es keine Abreibungen, sondern eine erhöhte Brüchigkeit innerhalb der Zähne. Man kann dies mit einem Zahnstocher vergleichen, der in einer Schraubzwinge steckt. Dreht man diese enger, bekommt das Holz durch den erhöhten Druck erst kleinere Risse überall, bevor er irgendwann zerberstet. So in etwa verhält sich das mit deinen Zähnen, wenn sie aufeinanderpressen. Das Risiko, was in diesem Fall neben dem Verlust und der immensen Beschädigung einzelner Zähne besteht, ist auch, dass die Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Prävention

Um nach der Diagnose Bruxismus angemessen dagegen vorzugehen, sind es nicht unbedingt medizinische oder operative Maßnahmen, die helfen; eher im Gegenteil. Eine der ersten Herangehensweisen sollte hingegen sein, zu versuchen, dein Stresslevel zu senken und nach Möglichkeit auch relativ gering zu halten. Wenn du seelisch ausgeglichen bist und keine Angstphasen fürchten musst, entspannt sich des Nachts auch deine Muskulatur, unter anderem auch weil deine Träume weniger stressig sind.

Aus diesem Grund ist es in solchen Fällen auch ratsam, einen Psychotherapeuten aufzusuchen und unter Umständen eine Therapie zu beginnen, zumindest aber eine Beratung wahrzunehmen. Denn wer, wenn nicht geschulte und verständnisvolle Profis, sollen dir sonst mit psychischen Problemen helfen?

Eine andere Maßnahme, die du gegen nächtliches Zähneknirschen in die Wege leiten kannst, ist das Tragen von Knirschschienen. Dafür bist du zufälligerweise auf SmileMeUp genau richtig, denn wir bieten die (in mehreren Hinsichten, u. a. optisch und haptisch) komfortablen ClearUp-Aligner-Schienen an, mit denen du nicht nur Zahnfehlstellungen korrigieren, sondern auch Präventionsmaßnahmen gegen Bruxismus starten kannst. Allerdings solltest du in jedem Fall vorher mit deinem Zahnarzt oder Kieferorthopäden über das Thema und etwaige Lösungen für deine Probleme reden, denn schließlich kennen sie sich mit Zähnen und dem Thema Bruxismus von allen Menschen am besten aus.