Die 7 nützlichsten Tipps zur Mundhygiene

Zähne, Zunge und Gaumen sauber zu halten, ist mit einer gewissen Portion Hingabe und Motivation verbunden. Nicht umsonst bekommen wir seit unseren Kindheitstagen von unseren Eltern und Zahnärzten vorgepredigt, dass wir die Gründlichkeit und Regelmäßigkeit der Pflege unser Leben lang nicht vernachlässigen dürfen. Nur lassen sich diese gebetsartig vorgetragenen Psalmen der Weisheit später schlecht in Einem rezitieren, daher haben wir es uns nicht nehmen lassen, hier eine kleine Zusammenfassung bereitzustellen.

1.      Regelmäßiges Zähneputzen

Mindestens zweimal täglich solltest du dir die Zähne putzen. Und zwar gründlich. Dabei immer an das Sprichwort aus Jugendtagen denken: --Vor dem Schlafen, nach dem Essen, Zähneputzen nicht vergessen!-- Besonders wenn das Putzen vor dem Schlafen ausbleibt, besteht eine besondere Gefahr, da die Bakterien sonst die ganze Nacht Zeit haben, Zähne und Zahnfleisch anzugreifen.

2.      Die richtige Zahnputztechnik

Allerdings ist es nicht ganz egal, wie die Zähne geputzt werden. Dafür gibt es spezielle Techniken und Methoden, die alle mehr oder weniger vielversprechend sind, aber auf jeden Fall besser geeignet als ein bloßes Hin- und Herschrubben mit der Zahnbürste. Das ist leider recht weit verbreitet, bewirkt aber so ziemlich das Gegenteil des erhofften Resultats. Die Zähne werden nicht gereinigt, sondern der Dreck wird auf den Zahnoberflächen nur von A nach B geschoben; außerdem können sich schädliche Bakterien am Zahnfleisch absetzen und dort Entzündungen fördern.

Stattdessen solltest du eher auf eine der bewährten und von Zahnmedizinern weltweit empfohlenen Putztechniken setzen. Eine davon ist die Rotationsmethode, bei der jeder einzelne Zahn mit kleinen Drehbewegungen der Zahnbürste gereinigt wird. Eine andere ist die Rot-Weiß-Technik, bei der vom Zahnfleisch über den Zahn hin gebürstet wird.

3.      Die Wahl der Zahnbürste

Dabei macht es aber auch immer einen Unterschied, ob du eine normale oder eine elektrische Zahnbürste verwendest. Bei letzterer sollte möglichst wenig Bewegung stattfinden; die Rotation der Bürste erledigt dies von allein. Stattdessen einfach jede der drei Seiten jedes Zahns (Außen-, Kau- und Innenfläche) jeweils für ein paar Sekunden von der elektrischen Bürste reinigen lassen.

4.      Zusätzliche Reinigungsmethoden

Das Zähneputzen ist das A und O. Für eine funktionierende Hygiene muss das zweimal täglich stattfinden und ist durch nichts zu ersetzen. Stattdessen kannst du aber auch noch ergänzende Schritte in die Wege leiten, dazu gehören beispielsweise die Verwendung von Zahnstochern, Zahnseide oder Interdentalbürsten. Mit diesen kleinen Handinstrumenten werden vor allem in den Räumen zwischen den Zähnen Bakterien und Speisereste entfernt, da die Zahnbürste dort nicht hingelangen kann. Allerdings solltest du vor allem beim Benutzen der Zahnseide eher vorsichtig sein, da du sonst dein Zahnfleisch in Mitleidenschaft ziehen kannst.

5.      Die Munddusche

Eine andere, nicht ganz so weit verbreitete Methode der Zahnpflege besteht in der Anwendung einer sogenannten Munddusche. Dies ist eine kleine Gerätschaft, die von der Form her sogar ein bisschen der Zahnbürste ähnelt, aber statt dem Borstenkopf eine Pumpe hat, aus dem ein Wasserstrahl kommt. Dieser reinigt – zum Teil sogar effektiver als Zahnseide – die Zahnzwischenräume. Besonders empfehlenswert ist diese Methodik beim Tragen von Zahnspangen, da sich Zahnseide in diesem Fall in der Anwendung meist als sehr schwierig erweist. Auch bei Zahnengstand oder diversen anderen Fehlstellungen kann sich die Munddusche als eine hervorragende Möglichkeit zur Ergänzung des täglichen Zähneputzens anbieten.

6.      Die professionelle Zahnreinigung

Im Prinzip ist es der Klassiker der effektivsten Zahnpflegemethoden: Die professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis. Nur hier kann wirklich zu 100 Prozent sichergestellt werden, dass ausnahmslos das gesamte Gebiss perfekt gereinigt wird und sich danach keinerlei Schädlinge mehr auf oder an den Zähnen, am Zahnfleisch oder sonst im Mund befinden. Dabei werden unter anderem diverse Bürsten, kleine Schaber, Polierpasten und Sandstrahler verwendet. Das variiert aber auch von Patient zu Patient, da jeder Mensch ein individuelles Gebiss hat. Die Zahnarzthelfer haben dafür meist eine besondere Aus- oder Fortbildung genossen und können mithilfe verschiedener Techniken genauestens feststellen, ob und wo sich noch Rückstände befinden. Außerdem werden deine Zähne abschließend mit einem Fluoridgel bepinselt, das den Zahnschmelz stärken und weitere Ablagerungen verhindern soll.

7.      Gründlichkeit und Regelmäßigkeit

Mit fortschreitendem Alter nehmen die Farbe und der Zustand der Zähne merklich ab. Nicht ausschließlich altersbedingt, sondern auch durch den häufigen Konsum von unter anderem Rotwein, Kaffee, Schwarztee und Zigaretten. Dieser findet auch heute noch bei vielen Menschen statt, obwohl in den letzten Jahren immer mehr auf die Schädlichkeit von Tabak und Nikotin hingewiesen wurde, Tendenz steigend.

Wenn dabei die Zahnpflege vernachlässigt wird, kann es sehr schnell zu sehr unangenehmen Folgen kommen, wie beispielsweise Kariesbildung, Zahnstein oder ähnlichem. Unser Tipp: Selbst wenn die Mühe nicht sonderlich viel Spaß machen sollte, versuche dich dazu zu zwingen, sowohl die Regelmäßigkeit als auch die Gründlichkeit der Zahnpflege immer konstant zu halten. Schaffst du das, solltest du auch in einem hohen Alter keine Probleme mehr mit deinem Gebiss haben. Dafür hätte sich der Aufwand dann doppelt und dreifach gelohnt und während deine gleichaltrigen Freunde den Zahnärzten die Türen einrennen, kannst du dich entspannt zurücklehnen und die Gesundheit deiner Zähne genießen.