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Die 6 gefährlichsten Mythen zur Zahnhygiene

Wahrscheinlich gibt es insgesamt mehr – zumeist auch noch falsche – Mythen und Gerüchte über die Zahnhygiene als tatsächliche Fakten. Man sagt, Lügen verbreiten sich schneller als die Wahrheit, und auch hier trifft dies zu. Und nicht nur das: Vieles davon, was wir tagtäglich an Nonsens dazu hören, wie genau unsere Zahnhygiene abzulaufen hat, bleibt leider auch irgendwo im Gehirn hängen. Und nach einiger Zeit und genügend Ablenkung vom Thema können wir die Fakten nicht mehr von den Mythen unterscheiden.

Damit dir keine Fehler unterlaufen, die auf diesen Mythen basieren, haben wir sie dir hier noch einmal aufgelistet und zeigen genau auf, was du falsch machen kannst und richtig machen solltest.

Mythos Nummer 1: Nach dem Essen nicht mit dem Zähneputzen warten

Es ist völlig richtig, dass du dir nach dem Essen und nicht davor die Zähne putzen solltest. Allerdings gibt es Situationen, in denen du mit dem Zähneputzen noch etwas warten solltest. Die Rede ist hier von säurehaltigen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Fruchtsäften, Limonaden oder Obst.

Denn sowohl bei jeder Mahlzeit als auch bei jedem Zahnputzvorgang laufen chemische Reaktionen an unseren Zähnen ab. Diese müssen allerdings erst einmal abgeschlossen sein, damit der Zahnschmelz keine Schäden nimmt.

Vor allem trifft dies auf die säurehaltigen Lebensmittel zu. Haben wir solche einmal zu uns genommen, ist unser Zahnschmelz für etwa 20 bis 30 Minuten relativ weich und angreifbar. Um dies zu ändern, muss der Mundraum sich erst wieder neutralisieren. Dies geschieht durch den Speichel.

Mythos Nummer 2: Zahnfleischbluten ist halb so schlimm wie es aussieht

Auch hier gibt es ein Richtig und ein Falsch: Wenn du dir beispielsweise mit Zahnseide, Zahnstochern oder Interdentalbürsten die Zähne reinigst, dann kann dabei schon das eine oder andere Mal eine Blutung entstehen. Das ist aber nicht weiter tragisch, da hier lediglich die Oberfläche des Zahnfleischs etwas gereizt ist. Meistens hört das nach wenigen Minuten auch wieder auf. Und je öfter du diese Methoden zur Zahnhygiene benutzt, umso resistenter wird das Zahnfleisch und umso seltener die Blutungen.

Wenn allerdings auch zu Tageszeiten Zahnfleischblutungen auftreten, obwohl das Zähneputzen schon einige Stunden zurückliegt, dann ist das schon ernstzunehmender. In diesem Fall können die Blutungen nämlich ein Indikator für nicht zu unterschätzende Krankheiten sein. Wenn du Glück hast, handelt es sich „nur“ um eine Zahnfleischentzündung. Lässt du bzw. dein Zahnarzt das unbehandelt, kann sich dies zu einer Entzündung des gesamten Zahnfleischapparates weiterentwickeln.

Mythos Nummer 3: Honig ist kariesfördernd

Hier kommt es darauf an, ob du mit Zucker angesüßten Honig zu dir nimmst oder Naturhonig. Während ersterer ähnlich wie Marmelade oder schokoladiger Brotaufstrich durch den hohen Zuckergehalt die Kariesbildung fördert, hat Naturhonig tatsächlich sogar einen gegenteiligen Effekt. Mittlerweile ist sich die Wissenschaft nämlich ziemlich einig darüber, dass Naturhonig sogenannte Inhibe – Hemmstoffe – beinhaltet, die von vornherein die Entstehung von Kariesbakterien verhindern oder zumindest stark erschweren. Somit kannst du sogar beim Frühstück schon etwas für deine Zahngesundheit tun, und nicht erst beim Zähneputzen danach. Doch Vorsicht: Die Hemmstoffe wirken nicht in Verbindung mit Heißem, wie beispielsweise im Tee.

Mythos Nummer 4: Milchzähne brauchen nicht geputzt zu werden

Uns von SmileMeUp erschließt sich auch beim besten Willen einfach nicht, wie genau sich dieses Gerücht so hartnäckig halten kann. Hintergrund dessen ist der Glaube vieler Menschen, dass sich Schäden an den Milchzähnen nicht auf die nachfolgenden, bleibenden Zähne übertragen. Doch mit nur ein bisschen gesundem Menschenverstand muss doch einleuchtend sein, dass die bleibenden Zähne nicht über Nacht entstehen, einfach aufploppen und plötzlich da sind. Der Zahnwechsel ist ein fließender Prozess, und selbst wenn die Milchzähne alle in einer Nacht ausfallen und die bleibenden Zähne direkt nachrücken, so haben sich diese trotzdem vorher wochen- oder monatelang verborgen im Zahnfleisch entwickelt.

Daher ist es enorm wichtig, dass auch die Milchzähne von Anfang an regelmäßig geputzt und gepflegt werden. Andernfalls können sich Parodontitis oder ähnlich schwerwiegende Krankheiten auch von den Milchzähnen auf die bleibenden Zähne übertragen. So werden bei letzteren mitunter auch Zahnfehlstellungen begünstigt, die vor allem bei den Milchzähnen schon zu einem zu frühen Ausfallen führen können.

Mythos Nummer 5: Beim Zähneputzen festen Druck ausüben

Der Mythos besagt, dass Dreck desto eher von den Zähnen befreit wird, je fester du die Zahnbürste beim Putzen auf die Zähne presst. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Tatsächlich schädigst du damit nur das Zahnfleisch und den Zahnschmelz. Vielmehr kommt es auf die Art und Weise an, wie du dir die Zähne putzt, statt auf den Druck, den du dabei ausübst.

Mythos Nummer 6: Kariesbeschwerden sind vererbbar

Kariesbakterien entstehen, vermehren sich und setzen sich fest, wenn die Zähne nicht regelmäßig und gründlich von ihnen befreit werden. So kann es beispielsweise sein, dass jemand mit einer perfekten Zahnhygiene keinerlei Probleme mit Karies hat, die Hygiene dann jedoch derart schleifen lässt, dass er nach kurzer Zeit braune Stellen und Löcher an den Zähnen hat, die sich sogar bis zur Zahnwurzel durchfressen können. Stellt sich die Hygiene von vorher jedoch wieder ein, kann es aber auch sein, dass die Kariesbeschwerden wieder vollends verschwinden und die Zähne genauso gesund sind wie vorher.

Aber vererbbar sind die Bakterien nicht. Das einzige, was in dieser Hinsicht vererbt werden kann, sind Faktoren wie die Speichelflussrate, dessen mineralische Zusammensetzung und der PH-Wert im Mundraum. Liegt dieser in einem bestimmten Bereich, kann dies kariesfördernd sein, das ist richtig. Aber die Bakterien an sich können nicht von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ihr Auftreten ist ein rein individuelles Phänomen.

Fazit: Mythen können teils sogar gefährlich sein

Wenn du dich nicht richtig oder rechtzeitig über die diversen Mythen und Gerüchte informierst, die du von Zeit zu Zeit zu hören bekommst, kann dies eventuell gefährlich werden. Denn wie bereits eingangs erwähnt, kann man nach einer bestimmten Zeit Fakten und Mythen nur schwer voneinander unterscheiden – wenn man sich nicht regelmäßig dazu informiert. Und bei einer falschen Handhabung der Zahnhygiene, die auf diesen Mythen basiert, können sich sehr bald starke Beschwerden, Krankheiten bis hin zu Schmerzen entwickeln.