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Bleibende Zähne – Wissenswertes über das bleibende Gebiss

Ein natürliches Gebiss hat beim Menschen immer 28 bis 32 bleibende Zähne. Diese Spanne kommt daher, dass vier bleibende Zähne nicht bei jedem Menschen angelegt sind. Von den Weisheitszähnen hat nämlich ein bleibendes Gebiss nicht immer alle angelegt. Manchmal sind sie nur einzeln oder sogar gar nicht vorhanden.

Wie viele bleibende Zähne hat ein Mensch

Ein bleibendes Gebiss eines Erwachsenen besteht zunächst einmal aus vier Quadranten, in denen immer dieselbe Anzahl bleibende Zähne zu finden ist. Beginnend in der Mitte befinden sich auf jeder Kieferhälfte sowohl im Unter- als auch im Oberkiefer zwei Schneidezähne. Darauf folgt ein Eckzahn. Von allen Zähnen hat dieser mit Abstand die längste Wurzel. Die jeweils zwei Vormahlzähne (auch Prämolaren genannt) und zwei Mahlzähne (Molaren) unterscheiden sich vor allem in der Größe und in der Anzahl der Wurzeln. Die Vormahlzähne haben nämlich nur eine, während die Mahlzähne mit zwei oder gar drei Wurzeln im Kiefer verankert sind. Ist ein bleibendes Gebiss vollständig, folgt ganz hinten im Kiefer der Weisheitszahn.

Die richtige Nummerierung

Der Zahnarzt nummeriert bleibende Zähne nach ihrer Position im Kiefer, wobei jeder mit zwei Ziffern eindeutig identifizierbar ist. Die Zähne der oberen Quadranten beginnen immer mit der Ziffer 1 (rechts) oder 2 (links), jene der unteren Quadranten mit 3 (links) bzw. 4 (rechts). Die zweite Ziffer bestimmt die Position des Zahns von 1 (erster Schneidezahn) bis 8 (Weisheitszahn). Hat ein natürliches Gebiss in einem Quadranten keinen Weisheitszahn, dann endet diese Nummerierung bei 7. 

Spricht der Zahnarzt also von 23 ("zwei drei"), dann meint er damit den linken, oberen Eckzahn. 48 hingegen ist der rechte, untere Weisheitszahn. Mussten bleibende Zähne gezogen werden, rückt die Nummerierung übrigens nicht nach. Ein Zahn behält immer dieselbe Nummer, auch wenn ein bleibendes Gebiss nicht mehr vollständig ist.

Die Funktion der unterschiedlichen Zähne

Bleibende Zähne haben nicht nur ein sehr variables Aussehen, die Funktionsweise ist je nach Zahntyp auch sehr unterschiedlich. Die flachen Schneidezähne eignen sich hervorragend zum Zupacken und Abbeißen. Der Eckzahn hält die Nahrung fest. Bei unseren Vorfahren war er daher noch länger und imposanter geformt, da diese oft mit roher Nahrung zu kämpfen hatten. Sowohl die Mahlzähne als auch die Vormahlzähne sind schließlich dafür zuständig, die Nahrung anständig zu zerkleinern und zu zerkauen. So stellt ein vollständiges bleibendes Gebiss die perfekten Hilfsmittel, um mit allen Speisen zurechtzukommen.

Wann bleibende Zähne durchbrechen

Ein natürliches Gebiss unterliegt einem Zahnwechsel. Im kleineren Kiefer von Kindern sind noch Milchzähne vorhanden, die nach und nach durch bleibende Zähne ersetzt werden. Es kann bis zu zwei Jahrzehnte dauern, bis ein bleibendes Gebiss vollständig vorhanden ist. 

Das Milchgebiss besteht noch aus 20 Zähnen, nämlich pro Quadrant aus zwei Schneidezähnen, einem Eckzahn und zwei Vormahlzähnen. Der Zahnwechsel beginnt im Alter von ca. 6 Jahren zunächst unbemerkt, denn als erste bleibende Zähne zeigen sich die vorderen Mahlzähne, die hinter dem Milchgebiss durchbrechen. 

Im Laufe der nächsten Jahre kommen immer mehr bleibende Zähne zum Vorschein. Von vorne nach hinten lösen sich nach und nach die Wurzeln der Milchzähne auf und machen Platz für die nachkommenden bleibenden Zähne. Erst danach, mit ca. 12 Jahren, folgen auch die zweiten Mahlzähne. Bis ein bleibendes Gebiss aber vollständig vorhanden ist, kann noch einmal ein Jahrzehnt vergehen. Weisheitszähne brechen oft erst lange nach dem 20. Geburtstag nach.

Pflege ist wichtig für ein gesundes, natürliches Gebiss

Wer sein bleibendes Gebiss möglichst lange behalten möchte, der sollte es entsprechend pflegen. Manche Eltern machen den Fehler, der Gesundheit der Milchzähne nicht so viel Aufmerksamkeit zu schenken, da diese ohnehin ausfallen. Karies an Milchzähnen schädigt aber letztendlich auch bleibende Zähen und sollte unbedingt vermieden werden. Wer also schon von klein auf regelmäßig zur Zahnbürste greift, kann sein natürliches Gebiss auch bis ins hohe Alter behalten.