Aphten im Mund: Ursachen, Folgen und Behandlung

Wird die Schleimhaut im Mundraum durch hartes Essen oder durch die Zähne beschädigt, so können sich in der Folge Aphten bilden. Über mögliche Ursachen, Folgen und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten klärt der folgende Beitrag auf.

Das verstehen Mediziner unter Aphten

Aphten gehören zu den Erkrankungen im Mund, die besonders häufig vorkommen. Sie können entweder direkt an der Mundschleimhaut, aber auch an der Spitze der Zunge oder am Zahnfleischsaum auftreten. Die kleinen, entzündeten Geschwüre sind zumeist sehr klein und haben eine runde bis ovale Form.

Aphte an der Spitze der Zunge

Die Bläschen sind entweder rot, wenn sie gerade erst entstanden sind, oder weisen eine gelbe bis weißliche Färbung auf. Da sie oftmals nur einen bis drei Millimeter groß sind, können sie mit dem bloßen Auge oftmals gar nicht erkannt werden. Generell sind die Aphten im Mund harmlos. Treten Sie allerdings gehäuft auf, so können Betroffene darunter leiden.

Verschiedene Arten der Aphten

Die Aphte im Mund wird in drei verschiedene Varianten unterteilt:

  1. Die Minor-Aphten sind so groß wie eine Linse und heilen bereits nach wenigen Tagen wieder vollständig aus.
  2. Die Major-Aphten sind hingegen bis zu drei Zentimeter groß und reichen wesentlich tiefer in die Schleimhaut oder in den Zungensaum hinein. Sie kommen erheblich seltener vor als die Minor-Aphten.
  3. Herpetiforme Aphten sehen dem bekannten Lippenherpes sehr ähnlich. Sie kommen vor allem am Rand der Zunge und auf der inneren Seite der Lippen vor. Meistens entdecken Betroffene nicht nur eine Aphte, sondern gleich mehrere an derselben Stellen. Diese Aphten-Art wird trotz der äußeren Erscheinung nicht durch das Herpesvirus verursacht.

Die häufigsten Ursachen auf einen Blick

Treten die kleinen Geschwüre wieder und wieder auf, so kann das verschiedene Ursachen haben. Bis heute ist medizinisch nicht vollständig geklärt, welche Ursachen in welchem Fall als ausschlaggebend betrachtet werden können. Ein Mangel an Folsäure, Zink oder Eisen kommt als möglicher Grund in Betracht. Ein Bluttest gibt Aufschluss darüber, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt.

Wer empfindlich auf diverse Nahrungsmittel reagiert, der trägt ebenfalls ein höheres Risiko, immer wieder eine Aphte zu bekommen. Auch die Genetik spielt eine Rolle. Ein schwankender Hormonhaushalt, zum Beispiel in der Schwangerschaft oder während der Menstruation, kann ebenfalls einen Teil zur Entstehung beitragen.

Psychische Belastungen und akuter Stress sowie ein geschwächtes Immunsystem kommen auch als Auslöser in Betracht. Zudem treten Aphten mit verschiedenen schweren Krankheiten auf. Dazu gehört HIV, ebenso wie die Neutropenie oder das Sweet Syndrom. Auch eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten und Darmerkrankungen, wie zum Beispiel Morbus Crohn, können das Entstehen der Aphten verursachen oder zumindest begünstigen.

Aphten erkennen und behandeln

Aphten im Mund behandeln

Die Aphten durchlaufen verschiedene Stadien, in welchen unterschiedliche Symptome auftreten. Zum einen wird eine Schwellung sichtbar und zum anderen verfärbt sich das betroffene Areal zuerst rot und anschließend weiß. Auch ein Kribbeln, Brennen oder ein Taubheitsgefühl können mit der Entstehung von Aphten einhergehen. Wer wiederholt mit Aphten zu kämpfen hat, der sollte einen Arzt aufsuchen. Das ist besonders dann wichtig, wenn die Schwellungen nicht mehr von alleine abheilen oder weitere Symptome hinzukommen, wie zum Beispiel Fieber oder eine Abgeschlagenheit.

Der Arzt wird versuchen, die akuten Beschwerden zu lindern. Er wird Betroffenen zudem raten, bestimmte Lebensmittel zu vermeiden. Dazu gehören starke Gewürze, Zitrusfrüchte und Fruchtsäfte sowie Alkohol. All diese Lebensmittel bzw. Genussmittel enthalten Stoffe, die die Schleimhäute reizen und das Abheilen der Aphten verzögern könnten.

Außerdem verschreiben einige Ärzte desinfizierende Spülungen für den Mund. Diese können auch in Form eines Gels oder als Paste verabreicht werden. Handelt es sich um besonders schmerzhafte Aphten, so kann das Gebiet um die Aphten herum vor einer Behandlung lokal betäubt werden.

Werden die Aphten nicht adäquat behandelt, so können Narben auftreten. Treten die Geschwüre wieder und wieder auf, so leidet über die Jahre der gesamte Mundraum sowie die Mundhygiene darunter. In schweren Fällen kann es zu einer Infektion mit Bakterien kommen. Diese fördert letztendlich Karies oder Zahnfleischentzündungen.

 

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